Banh mi and Beer:In dieser Bar treffen vietnamesische Sandwiches auf bayerisches Bier

Bar für Happy Hour: Banh mi und Beer im Westend, Parkstraße 30

Henry Yang hat seine Barkeeper-Skills im "Employees only" gelernt - einer berühmten New Yorker Bar.

(Foto: Florian Peljak)

Barkeeper Henry Yang legt Wert auf sein asiatisches Erbe, ohne dass dabei schnörkelige Fusion-Küche rauskommt.

Von Christiane Lutz

Oft ist es ja so: Da sitzt man in einer Bar nach Feierabend, hat einen sehr leckeren Drink vor der Nase, aber kann sich nicht recht freuen, weil der Bauch noch so leer ist und man aus Verzweiflung schon alle Nüsse aus der Gemeinschaftsschale gesnackt hat. Jetzt in ein Restaurant ist keine Option, nichts essen aber auch ziemlich blöd. Also muss man sich schnell betrinken, damit man den Hunger vergisst.

Im "Banh mi and Beer" kann das nicht passieren. Dort gibt es zu Bier und Drinks nämlich hervorragende Banh mis, vietnamesische Sandwiches, gefüllt mit Gemüse und, wer mag, mit Fleisch. Die Sandwiches haben genau die richtige Größe für Barfood. Betreiber des "Banh mi and Beer" ist Henry Yang, 32. Ihm gehört auch das "Soumi" in der Sendlinger Straße, wo er ebenfalls die Banh mis anbietet, aber keine so aufwendigen Drinks.

Die gibt es im "Banh mi and Beer" im Westend schon: den "Saigon Fizz" mit Gin, Mandarine, Kardamom, Zimt und Soda (8,50 Euro) oder den "Vietnamese Cocaine", Yangs Signature-Drink mit Cold-Brew Kaffee und Vodka, der beinahe wie ein Dessert schmeckt, so dass man sich ihn besser für die Zeit nach dem Sandwich bestellt. Bier gibt es, wie der Name andeutet, auch, weil das ganz besonders gut zu den Sandwiches passe.

Als Sohn einer Vietnamesin und eines Vaters halb chinesischer, halb vietnamesischer Abstammung, hat Yang sich nach seinem Studium entschieden, in die Gastronomie zu gehen. Dort will er sein kulturelles Erbe mit bayerischen Elementen zusammen bringen, ohne dass dabei schnörkelige Fusion-Küche rauskommt. Banh mi und Bier halt. Er hat extra eine Weile in New York gelebt und dort das Handwerk gelernt. Hat sich gelohnt.

Sein "Banh mi and Beer" ist ein kuschliger Ort für einen gepflegten Feierabend geworden, die Menschen dort sind freundlich und angenehm unverhipstert. Dass man dort auch noch satt werden kann - umso besser.

© SZ vom 22.09.2017/vewo
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