Quarantäne zu HauseHantavirus-Kontaktperson darf Münchner Klinik verlassen

Die beiden Kontaktpersonen aus Bayern wurden zunächst in die München-Klinik in Schwabing gebracht, nun darf eine der beiden Personen nach Hause.
Die beiden Kontaktpersonen aus Bayern wurden zunächst in die München-Klinik in Schwabing gebracht, nun darf eine der beiden Personen nach Hause. Malin Wunderlich/dpa

Die Person kann ihre Quarantäne zu Hause fortsetzen, heißt es von den Behörden. Zunächst waren zwei Kontaktpersonen in das Krankenhaus gebracht worden. Beide zeigten bislang keine Symptome einer Erkrankung.

SZ bei Google bevorzugen

Eine der beiden Hantavirus-Kontaktperson vom Kreuzfahrtschiff „Hondius“ aus Bayern darf ihre Quarantäne vorerst zu Hause statt im Krankenhaus verbringen. Die Entscheidung sei „aufgrund der fachlichen Einschätzung der Experten der München-Klinik in Abstimmung mit Bayerns Taskforce Infektiologie“ erfolgt, teilten das Bayerische Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit (LGL) und das Krankenhaus auf Anfrage mit.

Die Kontaktperson zeige weiter keine Symptome einer Hantavirus-Infektion und werde jetzt vom zuständigen Gesundheitsamt betreut, hieß es. Für die Quarantäne zu Hause sei „vorsorglich ein engmaschiges Betreuungsnetz durch die zuständigen Behörden vorbereitet und sichergestellt“ worden. Details nannten die Behörden mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz nicht.

Eine weitere Kontaktperson bleibt demnach vorerst weiter in der Infektiologie der München-Klinik Schwabing, auch wenn sie bisher ebenfalls keine Zeichen einer Erkrankung zeigt. Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums soll es sich um eine 65-Jährige handeln, die in engem Kontakt mit der deutschen Frau stand, die an Bord des Schiffes gestorben war. Die bayerischen Behörden machten unter Verweis auf den Persönlichkeitsschutz keine näheren Angaben zu der Person.

Den Behörden zufolge sollen die beiden Kontaktpersonen in Quarantäne bleiben, bis die Inkubationszeit vorbei ist. Dieser Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen beträgt beim Hantavirus den Experten zufolge in der Regel zwei Wochen. Er kann aber zwischen sieben Tagen und sechs Wochen schwanken. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge ist auch eine Quarantäne zu Hause „grundsätzlich möglich“ – die Entscheidung darüber soll unter Berücksichtigung der Gesamtumstände erfolgen.

© SZ/dpa/kah - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Nach Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff
:So werden zwei Hantavirus-Kontaktpersonen in der Münchner Klinik behandelt

Auf der Infektiologie in Schwabing lagen auch die ersten Corona-Patienten. Nun kümmern sich die Mediziner um zwei Personen vom Kreuzfahrtschiff „Hondius“. Was die nächsten Schritte sind.

Von Nicole Graner

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: