Schließung der Bayernkaserne

An einem Freitag Mitte Oktober 2014 besucht der Oberbürgermeister die völlig überfüllte Flüchtlingsunterkunft in der Bayernkaserne, die vom Freistaat betrieben wird. Er ist geschockt über die Zustände. Menschen müssen im Freien schlafen, es fehlen sogar Decken. Die sanitären Zustände sind erbärmlich. Übers Wochenende gärt es in Reiter, am Montag darauf erklärt er in einer Pressekonferenz die vorläufige Schließung der Bayernkaserne. Rechtlich ist zweifelhaft, ob er das überhaupt darf. Politisch setzt sich Reiter durch, er wirft dem Freistaat Komplettversagen vor. Ministerpräsident Horst Seehofer geht nicht auf Konfrontation, äußert sogar Verständnis. Seither agieren die beiden auf Augenhöhe.

Bild: Alessandra Schellnegger 28. April 2017, 22:492017-04-28 22:49:30 © SZ vom 29.04.17/bhi