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Haidhausen:Mütter und Töchter

Claudja Porpaczy und Yvonne Hotz Dokumentarfilm „Interview mit (m) einer Mutter“.

Nanny Hotz wuchs als Tochter einer Clownin auf, besonders lustig war ihr Leben trotzdem nicht.

(Foto: Moda-Film/oh)

Eine Kino-Premiere für Kurzentschlossene. An diesem Samstag, 24. Oktober, 12 Uhr, zeigen Claudja Porpaczy und Yvonne Hotz im Rio-Filmpalast am Rosenheimer Platz ihren ersten Dokumentarfilm "Interview mit (m) einer Mutter". Wien trifft auf Thüringen. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, werden von ihren Töchter - den Filmemacherinnen - über ihr Leben befragt. Mit ihrer "No-Budget-Produktion" wollen Porpaczy und Hotz zur Diskussion über Mutter-Tochter-Beziehungen und die Stellung von Frauen in der Gesellschaft anregen. Im Film begegnet man zwei ungewöhnlichen Frauen: Da ist Nanny Hotz, 80 Jahre, Tochter eines Cellisten und einer Clownin, aufgewachsen im Zirkusmilieu mit seinen strengen Regeln und Hierarchien, was ihr späteres Leben prägen wird. Hellah Porpaczy, 84 Jahre, kommt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, früh hat der Vater die Familie verlassen. Sie wird später ebenfalls aus der Enge ihrer Ehe ausbrechen, versuchen, sich zu befreien mit Kunst, Malerei und Beziehungen zu jüngeren Männern.

Das Publikum kann die Mütter und Töchter kennenlernen bei der anschließenden Podiumsdiskussion. Ticketreservierung unter www.riopalast.de.

© SZ vom 24.10.2020 / czg
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