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Haidhausen:Frischzellenkur für die Postwiese

In seinem 1974 erschienenen Buch "Geschichte einer Münchner Vorstadt" bezeichnet der Autor Walter Heerde die sogenannte Postwiese als "große, hässliche Grube, die zwar von der Haidhauser Jugend von je her als Spielplatz und winterliche Rodelstätte benützt wurde, aber sonst einen Schandfleck und ein Sorgenkind Haidhausens bildete". Derlei Zustände sind glücklicherweise seit Längerem passé, und doch könnte die Grünanlage an der Lothringer Straße eine Modernisierung vertragen - das findet zumindest der Bezirksausschuss (BA) Au-Haidhausen. Das Gremium hat nun auf Initiative der Grünen beantragt, dass die Stadt die Postwiese "unter Einbeziehung der Nutzer und der AnwohnerInnen" saniert und ausbaut. Das Areal sei für Kinder, Jugendliche und Erwachsene "ein wichtiger und viel genutzter Treffpunkt", heißt es im Antrag. Jedoch sei vieles in der Grünanlage, die über einen Spielplatz, eine Fußballwiese und einen Skatepark verfügt, "überbeansprucht oder bedarf der Sanierung". Nun will der BA bei einem Ortstermin samt Bürgerbeteiligung klären, ob dort ein Fitnessparcours, ein Seniorensportbereich und Spielgeräte für ältere Kinder entstehen könnten. Zudem solle geprüft werden, wie sich der Bereich zur Orleansstraße hin aufhübschen ließe. Und auch eine Erneuerung der Spielgeräte für Kleinkinder soll laut Antrag untersucht werden.

© SZ vom 04.02.2021 / stä
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