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Haidhausen/Bogenhausen:Lobpreis für das Bündnis

St. Gabriel und Heilig Blut feiern Gründung ihres Pfarrverbands

Von Jana Sauer, Haidhausen/Bogenhausen

Was lange währt, wird endlich gut: Die schon seit 2010 geplante Zusammenlegung der Pfarrgemeinden St. Gabriel Haidhausen und Heilig Blut Bogenhausen wird am Wochenende mit einem gemeinsamen Gottesdienst aus der Taufe gehoben.

Am Sonntag, 2. Dezember, begeht Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg um zehn Uhr mit den beiden Gemeinden deren erste Messe als Pfarrverband in der Kirche St. Gabriel an der Versailler Straße 20. Im Alltag der Gläubigen wird sich allerdings wenig ändern. Pfarrer Engelbert von der Lippe ist als Pfarradministrator schon seit drei Jahren für St. Gabriel und Heilig Blut zuständig; Gottesdienste und Seelsorge soll es aber weiterhin in beiden Gemeinden geben. Nicht alle Gläubigen seien mit der Entscheidung für den Zusammenschluss glücklich, manche empfänden ihn auch als Verlust, sagt Engelbert von der Lippe. Die meisten Reaktionen seien aber positiv. Und auch der Geistliche selbst, der seit 17 Jahren in Heilig Blut tätig ist, freut sich auf das, was kommt: "Ich sehe darin eine Chance, die Zukunft der Kirche mitzugestalten." Der Zulauf ist in den beiden Gemeinden, die es zusammen auf circa 9500 Gläubige bringen, nach wie vor hoch. In St. Gabriel, das aufgrund seines höheren Alters und seiner Größe Sitz des Pfarrverbands wird, halten wie bisher auch Franziskaner-Priester die Messe.

Zukünftig wird es immer mehr Pfarrverbände geben, prognostiziert Engelbert von der Lippe: "Die Notwendigkeit der Zusammenlegung wird sich aus Gründen des Personalmangels in den kommenden Jahren erhöhen."

© SZ vom 01.12.2018
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