bedeckt München
vgwortpixel

Haidhausen/Au:Packerl mit dem Lastenrad liefern

Auch in Haidhausen und der Au will man alternative Transporter

Auch in Haidhausen und der Au könnten Pakete bald per Lastenrad zugestellt werden. Einen mehrjährigen Modellversuch dazu in der Ludwigs- und Isarvorstadt und in Sendling wollen die Haidhauser nicht abwarten, zumal die Zwischenergebnisse gut ausgefallen sind. Die Bürgerversammlung hat sich im Februar dafür ausgesprochen, dass im Viertel ein City-Logistik-Projekt initiiert wird. Ziel ist, Pakete nur noch per Lastenrad zuzustellen, nicht mit Transportern. Die Pakete sollten in Mikro-Depots hinterlegt werden. Diese könnte man eventuell am Gasteig oder am Maria-Hilf-Platz anlegen, regt die Antragstellerin an. Das würde die Straßen von Lieferfahrzeugen und Verkehr entlasten und die Luftqualität verbessern.

Auch der Bezirksausschuss (BA) plädiert dafür. Das städtische Referat für Arbeit und Wirtschaft hat Kontakt zu Logistik-Dienstleistern aufgenommen und ist dort auf Interesse gestoßen. Knackpunkt sei, dass geeignete Abstellflächen fehlen, auf denen man die Verteilung auf die Lastenräder abwickeln kann. Da an den Umschlagpunkten große Sattelschlepper Platz finden müssen, fallen in der Regel mehrere Parkplätze für solch ein Mikro-Depot weg. Inzwischen haben sich Vertreter des BA, des Referats und Logistik-Anbieter zu einem Rundgang durchs Viertel getroffen. Das Wirtschaftsreferat hat angekündigt, es werde nun die Kontakte zwischen Logistik-Unternehmern und Eigentümern potenzieller Standorte für die Lastenradlogistik herstellen.