Ein Großeinsatz der Polizei hat am Donnerstagmittag große Aufregung in Hadern ausgelöst: Eine Anwohnerin hatte gemeldet, dass eine ihrer Nachbarinnen mit einem „pistolenähnlichen Gegenstand“ im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses stehe und damit herumfuchtele.
15 Streifenwagen fuhren daraufhin zum Ort des Geschehens am Stiftsbogen. Martialisch ausgestattet mit schweren Schutzwesten und Helmen drangen sie in das Haus ein und platzierten sich vor der Wohnung der angeblich Bewaffneten. Die kam nach einiger Zeit selbständig aus der Wohnung. Im Inneren fanden die Beamten eine Reizgaspistole mit passender Kartusche und mehrere Pfeffersprays.
Die 53-jährige Frau wirkte auf die Polizisten psychisch auffällig. Das zuständige Gesundheitsreferat der Stadt lehnte aber eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik ab. So wurde die Frau wieder entlassen. Allerdings kommen Anzeigen wegen Bedrohung und Verstößen gegen das Waffengesetz auf sie zu.

