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Hadern:Ein bisschen attraktiver

Die Stadt will den Spielplatz an der Ludlstraße aufwerten

Eine Frischekur für den Spiel- und Bolzplatz an der Menari-/Ludlstraße: Das hat der Bezirksausschuss Hadern auf Initiative des SPD-Fraktionssprechers Gerhard Fries gefordert. Er begründete seinen Vorstoß damit, dass der Platz derzeit nicht oder nur sehr eingeschränkt den Wünschen und Vorstellungen seiner Nutzer, also der Kinder und Jugendlichen dort, entspricht. Eine Überplanung könne die Attraktivität des Platzes erheblich steigern, wie sich auch bei der Umgestaltung des Spiel- und Bolzplatzes an der Veilchen-/Krokusstraße gezeigt habe. Fries regt an, daran den Bezirksausschuss, das Netzwerk Regsam, den Nachbarschaftstreff "Na klar", die Streetworker von der Ludlstraße und die Kinder und Jugendlichen aus der Siedlung zu beteiligen.

Nun liegt die Antwort der Gartenbau-Experten aus dem zuständigen Baureferat vor. Sie verweisen darauf, dass der Spielplatz südlich der Grundschule an der Senftenauerstraße über einen großen Asphaltbolzplatz, der mit Toren ausgestattet ist, ein vielseitig nutzbares Klettergerüst mit Sandspielbereich und einen Rodelhügel verfügt. Durch die großzügigen Wiesenflächen gebe es auch gute Möglichkeiten für freies Spiel. Der Asphaltbolzplatz sei vor etwa sechs Jahren erneuert worden und befinde sich in gut nutzbarem Zustand, das Klettergerüst bietet vielfältige Spielmöglichkeiten.

Das Baureferat räumt ein, dass der Antrag des Bezirksausschusses nach einer Überplanung der Fläche vor allem in Hinblick auf den großen Asphaltbolzplatz nachvollziehbar ist. Man erkenne, vor allem in Bezug auf andere Ballsportarten wie Streetball oder Volleyball und in Hinblick auf eine gendergerechte Gestaltung Aufwertungspotenzial. Allerdings sei die Spielflächenversorgung für alle Altersklassen in diesem Bezirksteil von Hadern gut bis sehr gut. Der Spiel- und Bolzplatz an der Veilchen-/ Krokusstraße sei nur einen Kilometer weit entfernt und werde nach einer bereits erfolgten Nutzerbeteiligung derzeit umgestaltet. Mit der Fertigstellung sei noch in diesem Frühjahr zu rechnen.

Angesichts dieser Umstände könne man eine Überplanung mit Nutzerbeteiligung für den Spielplatz an der Menari-/ Ludlstraße nicht prioritär in Angriff nehmen. Um dennoch eine Verbesserung der Situation zu erzielen, wolle man nach Möglichkeiten für eine Aufwertung suchen, die möglichst zeitnah und mit geringem Aufwand zu realisieren sind. Bis zum Sommer wolle man diese Pläne mit dem Bezirksausschuss abstimmen.

© SZ vom 16.04.2020

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