bedeckt München

Guttenberg bei AC/DC-Konzert:Minister auf "Highway to Hell"

Wie viele Schichten die Band AC/DC mittlerweile anspricht, wurde beim Münchner Konzert der Australier ersichtlich. Unter den Fans fand sich auch ein Vertreter der Aristokratie: Wirtschaftsminister zu Guttenberg.

Erst ein Zeichentrickfilm, dann ein Feuerwerk, und dann ging's los mit "Rock'n'Roll Train".

Brian Johnson und Angus Young von AC/DC.

(Foto: Foto: AP)

Die Jungs der australischen Rockband AC/DC brachten am Freitagabend im Nu die richtige Heavy-Metal-Stimmung ins prall gefüllte Münchner Olympiastadion. Wie immer im Vordergrund Sänger Brian Johnson und Gitarrist Angus Young, der auch bei kühlem Wetter nicht auf seine kurzen Schuluniform-Hosen verzichten wollte.

Wie viele verschiedene Schichten die Band mittlerweile anspricht, verriet ein Blick ins Publikum. Nicht nur bei den erwartbaren Hard-Rock-Fans, sondern auch bei der Aristokratie findet die Band mittlerweile Anklang. Unter den Zuschauern entdeckt: ein Vertreter der Bundespolitik - auch wenn man schon zwei Mal hinschauen musste, um den ansonsten so makellos gekleideten Wirtschaftsminister zu erkennen (die gleich gebliebene Frisur hat ihn dann verraten).

Karl-Theodor zu Guttenberg kam in Jeans und lässiger Jacke, die wohl an einen Parka erinnern soll. Seiner Frau Stephanie gelang die Verwandlung in einen AC/DC-Fan ein wenig besser: Sie hatte sich in eine Lederjacke geworfen und hatte - wie so viele andere Fans - die typischen Hörner aufgesetzt. Klar, dass bei so gewichtiger Polit-Prominenz Musikveranstalter Marcel Avram (links) höchstpersönlich nach dem Rechten sehen musste.

Die Akustik im Stadion war freilich nicht ganz so gut wie die Band. Guttenberg wird gemeinsam mit Zehntausenden Fans das Konzert trotzdem genossen haben. Wie schon beim Konzert vor knapp zwei Monaten in der Olympiahalle gelang es den Jungs auch im Stadion, die Stimmung trotz nasskalten Wetters aufzuheizen.

© sueddeutsche.de/gba
Zur SZ-Startseite