Gourmetführer Guide Michelin:Das sind Münchens Sterne-Lokale

Die Stadt darf sich im aktuellen Guide Michelin mit 21 Sternen schmücken - was sich im vergangenen Corona-Jahr geändert hat. Ein Überblick.

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Restaurant "Tian" in München, 2019

Quelle: Alessandra Schellnegger

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Das sind Münchens Sterne-Lokale

München hat im Michelin-Führer jetzt fünf Sterne mehr als bisher - insgesamt sind es nun 21. 16 Restaurants wurden ausgezeichnet; neu ist, dass die Stadt ihr einziges Drei-Sterne-Restaurant verloren hat. Hier ein Überblick über die Münchner Gewinner und ihre Köche:

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Quelle: Stephan Rumpf

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Zwei Sterne: Tantris

Im vergangenen Jahr hat das Tantris eine Pause eingelegt - der langjährige und legendäre Chefkoch Hans Haas war zuvor in den Ruhestand gegangenen, man wollte sich neu sortieren. Nun hat Benjamin Chmura den Posten des neuen Chefkochs eingenommen und sich gleich zwei Sterne erkocht.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Auch nach dem Umbau ist das Restaurant gut wiederzuerkennen, neu ist beispielsweise die Lichterwand. Aber die Farben, der Stil: ganz das Tantris.

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Quelle: Florian Peljak

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Zwei Sterne: Tohru in der Schreiberei

Ebenfalls vom Start weg mit zwei Sternen bedacht hat der Michelin das Tohru in der Schreiberei von Tohru Nakamura. Der Koch, der sich seine beiden Michelin-Sterne mit seinem Team im Werneckhof erarbeitet hatte, hat in der Pandemie schon allerhand mitgemacht. Erst wurde der Werneckhof aufgegeben, dann begann die Zeit der Pop-ups. An der Burgstraße hat er nun überraschend seinen neuen Stammsitz gefunden.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Das Tohru in der Schreiberei ist ein mondänes Wohnzimmer geworden, die beiden Farbtöne Orange-brûlé und Smaragdgrün beherrschen die Räume. Das Wort "Gänge" vermeidet Nakamura, er spricht lieber von "kulinarischen Ereignissen" und von "klassischen französischen Saucenstrukturen und asiatischer Leichtigkeit".

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Quelle: Catherina Hess

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Zwei Sterne: Atelier

Das Atelier hat zwar einen Stern verloren - und München somit kein Drei-Sterne-Restaurant mehr - dennoch darf man es als Leistung betrachten, dass der neue Küchenchef Anton Gschwendtner nach nur vier Monaten gleich zwei Sterne zugesprochen bekam.

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Quelle: Robert Haas

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Was das Spiel mit Aromen und Gewürzen angeht, ist Gschwendtner zurückhaltender als sein prämierter Vorgänger Jan Hartwig. Er setzt ganz auf die Wirkung des Produkts - sei es nun ein perfekt gebratenes und glasiertes Kalbsbries, eine bayerische Forelle mit Meerrettich und Savora-Senf oder ein Rehrücken vom Gutshof Polting. Das wird kombiniert mit asiatischen, meist japanischen Elementen und schlichtweg traumhaften Saucen.

Bobby Bräuer in der BMW Welt in München, 2018

Quelle: Alessandra Schellnegger

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Zwei Sterne: Esszimmer

Sein Esszimmer ist in der BMW-Welt zu finden: Für das Gourmetrestaurant holte der gebürtige Münchner Bobby Bräuer bereits 2014 zwei Sterne, die er abermals verteidigte.

Restaurant "EssZimmer" in der BMW-Welt in München, 2013

Quelle: Alessandra Schellnegger

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Bräuer fing gleich groß an: Seine Lehre absolvierte er bei Sternekoch Otto Koch. Danach machte er unter anderem Station bei Ikone Eckart Witzigmann. Im Restaurant Esszimmer, geführt von Feinkost Käfer, erkochte Bräuer schon im ersten Jahr nach der Eröffnung den ersten Stern.

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Quelle: Robert Haas

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Zwei Sterne: Restaurant Alois - Dallmayr Fine Dining

Auch das Gourmetrestaurant Alois im Feinkosthaus Dallmayr bekommt wieder zwei Sterne. Erkocht hat sie Küchenchef Christoph Kunz. Sein wichtigstes Ziel: Beim Gast den Wunsch nach einem Nachschlag wecken. Offen ist, wie es im kommenden Jahr beim Dallmayr weitergeht.

Dallmayr Restaurant, ; Dallmayr Alois

Quelle: David Maupilé

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Ein gewagter, aber gekonnter Stilmix: Rosafarbener Teppichboden, schwere Sessel und Tapeten mit Kranich-Muster zieren die Räume im Dallymayr-Restaurant im ersten Stock.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

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Ein Stern: Les Deux

Das Les Deux in der Altstadt steht für moderne französische Haute Cuisine mit japanischen Einflüssen - und durfte sich nur kurz mit zwei Sternen schmücken. Nachdem Chef Edip Sigl, der die Auszeichnung 2020 erstmals erkochte, das Lokal aus privaten Gründen verließ, hat eine Doppelspitze seine Nachfolge übernommen: Gregor Goncharov (links) und Nathalie Leblond haben ihn ersetzt - konnten aber nur einen Stern erreichen.

Restaurant "Les Deux" in München, 2014

Quelle: Stephan Rumpf

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Optisch überrascht das Restaurant mit seinem dreieckigen Grundriss. Dezente Farben, gedeckte Tische und warmes Licht erwarten die Gäste im ersten Stock.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Ein Stern: Sparkling Bistro

In der Liste der Sternerestaurants bleibt das Sparkling Bistro in der Amalienpassage - dort, wo einst das "Bistro Terrine" schon einen Stern hatte.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Der Koch Jürgen Wolfsgruber präsentiert dort ein Überraschungsmenü mit darauf abgestimmten Weinen, eine Karte im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Hier findet man Produktküche vom Feinsten und ein freundliches Ambiente mit dazu.

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Quelle: SZ

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Ein Stern: Schwarzreiter

Im Restaurant Schwarzreiter des Hotels Vier Jahreszeiten stand bislang Maike Menzel als "jüngste Sterneköchin Deutschlands" am Herd, im vergangenen Jahr ging sie in Babypause, ihren Stern hat nun der bisherige Sous-Chef Hannes Reckziegel verteidigt.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Der Raum verströmt eine kühle Atmosphäre - internationaler Chic, ein wenig unpersönlich. Dafür sind die Teller, die die Gäste serviert bekommen, umso kunstvoller gestaltet.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Ein Stern: Mural

Das Mural ist das Restaurant im Muca-Street-Art-Museum an der Hotterstraße. Bis zum Frühjahr 2021 kochten dort Joshua Leise und Johannes Maria Kneip. Zuvor haben sie bereits auf Sylt bei Johannes King gearbeitet und bei Jan Hartwig im Atelier des Bayerischen Hofs. Inzwischen ist Kneip ins Sparkling Bistro gewechselt, den Stern konnte Leise auch alleine verteidigen.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Auch wenn das Berlin-Mittige im Mural bisweilen etwas arg bemüht wirkt: Das Essen ist toll - und so hat Joshua Leise den Stern erneut verteidigt.

Sternekoch Mario Gamba im Restaurant "Acquarello" in München, 2014

Quelle: Catherina Hess

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Ein Stern: Acquarello

Zu den alten Hasen in der Münchner Sternegastronomie zählt der Italiener Mario Gamba mit seinem Acquarello. Der Autodidakt kochte einst unter Heinz Winkler im Tantris. 1994 eröffnete er das Acquarello, das seit dem Jahr 2000 seinen Michelin-Stern hält.

Restaurant "Acquarello" in München, 2014

Quelle: Catherina Hess

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Das Acquarello an der Mühlbaurstraße in Bogenhausen ist sich optisch stets treu geblieben. Die kitschig-bunte Einrichtung mag Geschmackssache sein, das Essen jedoch lenkt ohnehin die Aufmerksamkeit auf den Teller.

Dominik Käppeler im Restaurant "Showroom" in München, 2017

Quelle: Florian Peljak

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Ein Stern: Showroom

Dominik Käppeler hat gut lachen: Sein Restaurant Showroom hat auch dieses Mal wieder einen der begehrten Michelin-Sterne eingeheimst. Der gebürtige Baden-Württemberger machte seine Ausbildung bei Feinkost Käfer in München.

Restaurant "Showroom" in München, 2017

Quelle: Florian Peljak

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Käppelers Credo: Das Beste rausholen, aus dem, was Region und Jahreszeit zu bieten haben. Seit Januar 2017 führt er das schicke kleine Restaurant an der Lilienstraße in der Au, das vorher unter dem Namen "Schweiger 2" bekannt war.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Ein Stern: Sigi Schellings Werneckhof

14 Jahre war Sigi Schelling die rechte Hand von Hans Haas im Gourmetrestaurant Tantris, im vergangenen Sommer hat sie ihr eigenes Lokal eröffnet - und sich im Werneckhof gleich einen Stern erkocht.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Im Werneckhof gibt es Klassiker von Haas/Schelling, man sieht auch an allen Ecken und Enden Spuren des Tantris. Paula Bosch, die frühere Sommelière und in ihrem Beruf eine ähnliche Legende wie Hans Haas, hat die Weinkarte zusammengestellt. Und auf den Tisch kommt liebevolle Spitzenküche.

Restaurant "Gabelspiel" in München, 2017

Quelle: Stephan Rumpf

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Ein Stern: Gabelspiel

Das Restaurant Gabelspiel in Giesing darf sich ebenfalls weiter mit einem Stern schmücken. Küchenchef Florian Berger kombiniert dort regionale Zutaten auf ungewohnte Weise. Der Österreicher bezeichnet sich selbst als "Aromen-Jongleur".

Restaurant "Tian" in München, 2019

Quelle: Alessandra Schellnegger

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Ein Stern: Tian

Das Tian am Viktualienmarkt gilt seit Längerem als bestes fleischloses Restaurant der Stadt. Im vergangenen Jahr wurde es erstmals mit einem Stern geschmückt - und konnte diesen unter dem neuen Küchenchef Viktor Gerhardinger verteidigen.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Das Tian wirbt nicht groß damit, dass hier vegetarische Speisen auf den Tisch kommen - und hat so auch schon den ein oder anderen Fleischverfechter überzeugen können.

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Quelle: René Gaens/Hilton

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Ein Stern: Mountain Hub Gourmet

Zählt ein Restaurant am Flughafen noch zu München? Wenn man das Stadtgebiet sehr großzügig definiert, gehört das Mountain Hub Gourmet wohl noch dazu. Der Michelin hat das Restaurant und seinen Chef Stefan Barnhusen mit einem Stern ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um das Fine-Dining-Restaurant des Hilton-Hotels.

© SZ.de/infu/fjk/amm
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