Tandooripute von Manuel Reheis

Manuel Reheis, 50, hat einen besonders anspruchsvollen Job als Chefkoch im Restaurant Broeding. Dort gibt es nämlich seit mehr als 30 Jahren jeden Abend ein anderes Fünf- oder Sechs-Gang-Menü. Auf den Tisch kommt, was morgens eingekauft wurde, denn im Broeding will man möglichst wenig wegwerfen. Seine Tandooripute ist vor allem eine zeitliche Herausforderung, die Pute muss sehr lange mariniert werden und sowohl Fleisch als auch Süßkartoffeln haben eine lange Grillzeit. "Im Original wird die Pute im Erdloch gegrillt", sagt Manuel Reheis, dann braucht sie auch nur 20 Minuten. Fastfood quasi." (Das Rezept wurde dem in der Teubner Edition erschienen Buch "Grillen & Räuchern", 360 Seiten, 99,90 Euro, entnommen.)

Tandooripute mit Süßkartoffeln aus der Glut.

Zutaten:

250 g Joghurt (3,5 Prozent Fett), 2 EL Tandoori-Gewürzmischung aus dem Asialaden, 1 kg Putenbrust, 1 Bio-Limette, 4 Süßkartoffeln, gemahlener Sternanis oder Kreuzkümmel.

Zubereitung:

Den Joghurt in eine Schüssel geben und mit der Tandoori-Gewürzmischung verrühren. Die Putenbrust abspülen, gut trocken tupfen, in den Gewürzjoghurt einlegen und mindestens 24 Stunden, besser drei Tage im Kühlschrank zugedeckt marinieren lassen.

Ein großes Stück Alufolie auslegen und die marinierte Putenbrust mit dem ganzen Gewürzjoghurt darauf geben. Die Limette heiß waschen, trocken reiben, die Frucht in dünne Scheiben schneiden und auf der Putenbrust verteilen. Das Ganze kompakt in die Alufolie wickeln und mit zwei weiteren Lagen Alufolie fest umhüllen.

Den Grill anfeuern. Putenbrust auf den Rost legen und bei 110 Grad Celsius und mit geschlossenem Deckel etwa zwei bis drei Stunden garen lassen. Nach etwa zwei Stunden Garzeit die Alufolie entfernen, die Putenbrust mit der Marinade aus der Folie bestreichen und fertig grillen.

Die Süßkartoffeln waschen, trocken tupfen und mit jeweils etwas Sternanis in ein Stück Alufolie wickeln. Die Süßkartoffeln in der Grillglut je nach Größe 45 bis 60 Minuten garen. Die fertig gegarte Putenbrust vor dem Anschneiden fünf Minuten ruhen lassen. Zum Servieren das Fleisch mit einem Messer quer zur Faser aufschneiden.

Bild: Johannes Simon 21. Mai 2018, 12:292018-05-21 12:29:32 © sz.de/imei