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Gräfelfing:Für ein gutes Klima

Verpackungsfreier Laden in München, 2019

Ob Pfandsysteme oder verpackungsfreie Angebote wie hier in einem Münchner Supermarkt: Gräfelfinger Unternehmen können sich mit ihren Ideen künftig für den mit maximal 4000 Euro dotierten Umwelt bewerben.

(Foto: Stephan Rumpf)

Die Gemeinde lobt heuer erstmals einen Umweltpreis aus

Gräfelfinger Unternehmen, die sich vorbildlich für Umwelt-, Klima- und Naturschutz oder aber für das soziale Zusammenleben in der Gesellschaft einsetzen, können künftig einen mit maximal 4000 Euro dotierten Umwelt- und Gemeinwohlpreis der Gemeinde erhalten. Die Gemeinderäte haben die neue Auszeichnung, die einmal im Jahr vergeben werden soll, einstimmig im Ausschuss für Umweltfragen befürwortet.

Mit dem neuen Preis sollen Unternehmen und Start-ups zum einen für ihr Umweltengagement honoriert werden, zum anderen für die Förderung des Gemeinwohls oder des sozialen Zusammenhalts innerhalb der Gesellschaft. Entscheidend ist, dass das Engagement über gesetzliche Anforderungen und branchenübliche Standards hinausgeht. Ausgezeichnet werden beispielsweise Initiativen, die neue Impulse für Klimaschutz geben oder die besonders nachhaltig wirken. Eine Jury, in der Gemeinderäte vertreten sind, die Bürgermeisterin und andere Vertreter der Verwaltung, sollen die Bewerbungen prüfen und den Preisträger ernennen. Das Preisgeld kann auch auf mehrere Unternehmen verteilt werden.

Der Anlass, den neuen Preis auszuloben, war die Bitte von drei Gräfelfinger Feinkostläden, einen finanziellen Zuschuss für ein Pfandsystem für wiederverwendbare Behälter zu erhalten, sodass Lebensmittel wie Oliven oder Salate nicht mehr in Plastikschalen abgefüllt werden müssen. Dem Zuschuss konnte der Ausschuss damals nicht zustimmen. Sabine Strack, zuständig für die Wirtschaftsförderung in der Gemeinde, hatte eine Wettbewerbsverzerrung befürchtet, wenn einzelne Unternehmen finanziell unterstützt würden. Stattdessen soll der Preis nun allen Unternehmen die Chance geben, eine finanzielle Förderung für gute Umweltideen zu erhalten.

© SZ vom 26.02.2020
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