Gourmet Award Polka: Regionale Überraschungen

Philosophie: In der Polka ist der Anspruch, den die Küche an sich stellt, sozusagen getarnt. Denn zuerst war da die sympathische Kellerbar mit Studentenflair, später erst kam das Lokal im ersten Stock hinzu, das die gleiche, ungezwungene Atmosphäre teilt. In der Polka wird das verarbeitet, was die den Betreibern persönlich bekannten Lieferanten vorbeibringen: Dreißig Kilo Tomaten im Sommer, ein gerade geschossenes Reh, kaum bekannte Gemüsearten wie Palmkohl oder Mönchsbart. Hier gibt es kein simples Barfood, sondern eine sehr regionale Küche auf gehobenem Niveau. Und trotzdem gibt es Vorspeisenteller zum Teilen und andere Kleinigkeiten, die sich der studentische Teil des Publikums problemlos leisten kann.

Speisen: Die Speisen wechseln ständig, nach zwei Wochen hat sich die Karte oft vollständig erneuert. Sellerieapfelcremesuppe mit Walnüssen und Rosmarin (5 Euro) und Spitzkrautsalat mit Kurkuma, Merguez und Schafskäse (8 Euro) stehen momentan unter den Vorspeisen, bei den Hauptgerichten zum Beispiel Haselnussravioli mit Radicchio, Birne und Pecorino (14 Euro) oder Lammkotelett mit Fenchel, Bulgur und Joghurt (21 Euro).

Stil: Hell und freundlich, retroschick; schlichte Holztische, hellblaue Kacheln hinter dem Tresen aus Holzstäben. Von weiß eingedeckten Tischen ist die Polka sehr weit entfernt, und genau das schätzt ihr Publikum.

Betreiber: Daniel Kappla, Christiane Zabler-Jenewein, Jörg Wizigmann und Martin Jonas

Polka, Pariser Straße 38, Telefon: 89 06 83 91; Montag bis Samstag 18 bis 24 Uhr. www.polka-polka.de. Weitere Infos unter www.sz.de/gourmet