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Gleiche Löhne gefordert:Gewerkschaft macht mobil bei Leiharbeit

In München gibt es derzeit 23 800 Leiharbeiter. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin und bezieht sich auf Zahlen der Arbeitsagentur vom Dezember letzten Jahres. Die NGG fordert für diese Menschen bessere Anstellungsbedingungen: gleiche Löhne und Urlaubstage etwa wie die Stammbelegschaft eines Betriebes. Der Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sei ein "Schritt in die richtige Richtung", sagt der Münchner Regionschef der NGG, Mustafa Öz. Dennoch würde sich die NGG noch mehr erhoffen, etwa mehr Mitsprache für Betriebsräte, damit Leiharbeiter nicht Beschäftigte zweiter Klasse seien. Die NGG prangert zudem Werkverträge an. So würden Tätigkeiten innerhalb eines Unternehmens an Fremdfirmen vergeben - auch wenn sie zum Kernbereich des Betriebs gehören. Das betrifft zum Beispiel die Reinigung, Abpackung oder Logistik. Besonders betroffen sei auch die Fleischindustrie, so Öz.

© SZ vom 30.01.2016 / kari
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