Geschenke an die StadtSchöne Bescherung für München

Eine Julia-Statue, ein Stück Mauer, ein Pumuckl: Partnerstädte, Könige und Künstler haben München und seinen Bewohnern einiges geschenkt. Und die wissen das oft nicht einmal.

Die doppelte Julia

Dass der eine dem anderen etwas schenkt, was dieser bereits besitzt, das kommt vor. Dass er ihm sein Geschenk aber von vornherein zweifach überreicht, ist selten. Die Stadt hat sich dennoch gefreut, als ihr die Veroneser Sparkasse 1974 zwei Kopien der "Julia" überließ, wegen eines Doppeljubiläums: Gemeinsam mit der Münchner Stadtsparkasse feierte die Bank das 150-jährige Bestehen. Die Stadt München stellte beide Statuen auf, eine vor den Turm des Alten Rathauses, eine auf den Shakespeareplatz in Bogenhausen. Julia und ihr Romeo haben mit der Stadt freilich nur insofern zu tun, als Verona, wo die Tragödie von William Shakespeare spielt und auch das Original der Figur von Nero Costantini steht, seit 1960 Münchens Partnerstadt ist. In Verona soll es Glück in der Liebe bringen, die Brust der Figur zu reiben. In München ist es zudem Brauch, den Figuren Blumen in den Arm zu legen. Für die braven Münchner erfüllt das den gleichen Zweck.

Bild: Alessandra Schellnegger 23. Dezember 2015, 15:552015-12-23 15:55:50 © SZ/ WET/RE/ MAH/ BM/LYN/HER/DH/ebri