George Michael in München:Fast wie bei einem guten Bekannten

Aber auch eigene Songs streut er ein, beispielsweise "Praying for time", eines seiner ganz alten Stücke. Er trägt es so bewegend vor, dass man sich schon etwas zusammenreißen muss, um nicht rührselig zu werden. Alleine wegen dieses Songs hat es sich schon gelohnt, zu kommen.

Zwischendurch fragt man sich kurz, wieso ein solches Konzert in der riesigen Olympiahalle stattfinden muss, die ihm Übrigen komplett ausverkauft war. Die jazzigen Lieder würden besser in eine kleine, schummrige Bar passen. Geschenkt. Aber wenigstens ein etwas intimeres Ambiente, wie etwa der Circus Krone, wäre der Atmosphäre zuträglich gewesen. Man wundert sich fast, wie gut das Konzert in der großen Halle dann doch funktioniert.

Das Publikum jedenfalls feiert den Mann von der Insel. Seine Fans sind überwiegend zwischen 30 und 50. Kein Wunder, sie sind mit George Michael durch ihre Teenie- beziehungsweise Studienzeit gegangen. Es ist fast, wie einen guten alten Bekannten zu treffen.

Erst am Ende des zweistündigen Konzerts, bei der Zugabe, spielt er seine fetzigeren Hits wie "Amazing", "I'm your Man" und "Freedom". Und wenn George Michael bei den langsamen Songs gut ist, ist er bei den schnellen einfach genial.

Spätestens jetzt am Schluss kommt dann auch Bewegung in das fast schon hypnotisierte Publikum. Und George Michael fegt über die Bühne, heizt die Fans an und ist ganz in seinem Element. Getreu dem alten Wham-Motto: "Wake me up before you go-go."

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