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Geografie:Die Vermessung der Welt

"Ziel unserer geografischen Forschung ist es, die Zusammenhänge, die unseren Planeten formen und geformt haben, besser zu verstehen", sagt Florian Haas.

(Foto: Privat)

Der Geografie-Professor Florian Haas reist mit moderner Lasertechnik durch die Geschichte der Menschheit. Von den Drei Zinnen in den Dolomiten bis zum Libanon, wo Zedernholz für Pharaonensärge transportiert wurde.

Er hat ein Bier mitgebracht aus Beirut. Ein kleines Fläschchen, 150 Milliliter, aber immerhin 4,6 Prozent Alkohol. Aus Wasser, Hopfen und Malz, wie es sich gehört, was auch auf Arabisch auf dem Etikett notiert ist. Florian Haas, 45 Jahre alt, geboren in München Waldtrudering, Vater von drei Kindern, derzeit Akademischer Rat am Lehrstuhl für Physische Geografie der katholischen Universität Eichstätt Ingolstadt, war im Dienst der Wissenschaft in den Libanon gereist. Dass er dort, in Erfüllung dieses Auftrags, mit einem Hubschrauber-Typ durch die Gegend flog, dessen Erstflug im Jahr 1956 stattfand, ist das eine. Dass er mit einem weltweit einzigartigen Messsystem die Wege ausfindig zu machen versuchte, auf denen die Ägypter einst das kostbare Holz der Libanonzeder von den Bergen ans Meer brachten, um daraus zum Beispiel Sarkophage für Pharaonen zu schreinern, ist das andere. Aber am spannendsten ist Haas selbst. An ihm zeigt sich, welche Rolle das einst so abfällig behandelte Schulfach Erdkunde in unserer heutigen Welt spielt. Und das liegt nicht nur daran, dass man wieder Geografie dazu sagt.

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