Gen Z und Familie„Sie haben mein Leben zerstört“ – warum junge Menschen mit den Eltern brechen

Lesezeit: 8 Min.

Es ist für junge Menschen schwierig, sich zuzugestehen, dass die Eltern einem nicht guttun.
Es ist für junge Menschen schwierig, sich zuzugestehen, dass die Eltern einem nicht guttun.
Foto: imago; Illustration/Collage: Jessy Asmus

Für Toni, Anastasia und Kim war Familie lange kein sicherer Ort. Sie erzählen, warum sie den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen haben, wie sie mit Schuldgefühlen und Verlust umgehen – und wo sie heute Halt finden.

Von Merle Sophie Rickers

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Wenn Toni, 19, Klavier spielt, dann vergisst sie für einen Moment alles Belastende. Ihre Kindheit zu Hause, den emotionalen und sexuellen Missbrauch. Der wöchentliche Musikunterricht ist ihr Ausgleich im Alltag und war lange auch viel mehr als das: ein sicherer Ort. Mit 15 ist Toni von zu Hause ausgezogen. Sie hat schlussendlich auch den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen. Ihre Klavierlehrerin hat alles mitbekommen. Manchmal haben die beiden auch nur geredet. Für Klavierspielen war damals kein Raum.

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