Gender Studies:"Alle sollen mal chillen"

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Paula-Irene Villa

Paula-Irene Villa ist Soziologin an der LMU. Sie sagt: "Mir machen gerade die politischen Formen der männlichen Geste Sorgen."

(Foto: Catherina Hess)

Konservative und Rechte kritisieren gern einen "Gleichstellungswahn" durch "Feminazis". Die Soziologin Paula-Irene Villa erklärt, warum es so wichtig ist, über Geschlecht zu forschen.

Interview von Pia Ratzesberger

Will man die Inhaberin des Lehrstuhls für Gender Studies besuchen, muss man an vielen Männern vorbei. Man geht an Bildern entlang von Norbert Elias, René König und Karl Popper. Irgendwann findet man im Treppenhaus dann doch noch das Foto einer Frau, ein Bild der Sozialpsychologin Marie Jahoda. Es gehört Professorin Paula-Irene Villa, 50, die den Lehrstuhl am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität seit mehr als zehn Jahren inne hat. In dieser Zeit hat ihr Fach mehr Aufmerksamkeit bekommen, aber auch immer mehr Feinde. Ein Gespräch über die Macht der Stereotype, phallische Männlichkeit und die Frage, ob es in der Sprache ein Sternchen braucht.

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