Geldbeutelwaschen im Fischbrunnen:Hoffen auf einen vollen Stadtsäckel

In der Hoffnung auf mehr Geld im Stadtsäckel hat OB Ude das städtische Portemonnaie im Fischbrunnen auf dem Marienplatz gewaschen. Ob es wirklich etwas nütze, sei zwar nicht erwiesen, aber "schaden tut's jedenfalls nicht", so Ude.

Einem schon im 15. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnten Münchner Brauch folgend, traten Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und seine Bürgermeisterkollegen Christine Strobl (SPD) und Hep Monatzeder (Grüne) sowie Stadtkämmerer Ernst Wolowicz am Aschermittwoch zum traditionellen Geldbeutelwaschen auf dem Marienplatz an.

Geldbeutelwaschen im Fischbrunnen: Waschen des Geldbeutels in der Hoffnung auf einen vollen Stadtsäckel: OB Ude und Bürgermeisterin Strobl.

Waschen des Geldbeutels in der Hoffnung auf einen vollen Stadtsäckel: OB Ude und Bürgermeisterin Strobl.

(Foto: Foto: dpa)

Vor zahlreichen Zuschauern tauchte Ude das Stadtsäckel in das Wasser des Fischbrunnens, um die städtische Kassenlage zu verbessern.

Ude erinnerte daran, dass der Brauch des Geldbeutelwaschens im 19. Jahrhundert von armen Leuten ausgeübt worden sei, um damit deutlich zu machen, dass das Portemonnaie tatsächlich vollkommen leer und die Dienstherrschaft aufgerufen sei, wieder etwas hineinzutun. In den 50-er Jahren habe der damalige Oberbürgermeister Thomas Wimmer diesen Brauch auch für das Stadtsäckel eingeführt.

Ob das traditionelle Geldbeutelwaschen wirklich etwas nütze, sei zwar nicht erwiesen, so Ude, aber "schaden tut's jedenfalls nicht, die symbolische Wirkung ist ungeheuer - und in letzter Zeit hat's sogar geholfen".

Dank der guten Kassenlage kann München heuer bereits im dritten Jahr in Folge Schulden abbauen - insgesamt mehr als 800 Millionen Euro, ohne dafür städtische Wohnungen oder Energieunternehmen zu verkaufen.

Am diesjährigen Geldbeutelwaschen nahm auch der OB-Kandidat der CSU, Josef Schmid, teil.

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