bedeckt München

Geld:München zieht mit

Höhere Ballungsraumzulage wohl auch für städtische Beamte

Die etwa 10 500 Beamten der Stadt München dürfen auf mehr Geld hoffen: Ihre Ballungsraumzulage wird aller Voraussicht nach schon bald um etwa 40 auf 120 Euro im Monat wachsen. Der Freistaat plant diese Erhöhung für seine Beamten im Großraum München, wie am Dienstag bekannt wurde. Und die Stadt folgt solchen Schritten in der Regel eins zu eins. Sollte der Landtag den Weg dafür frei machen, "werden wir uns dem sicher nicht entziehen", erklärte Personalreferent Alexander Dietrich am Mittwoch.

Momentan zahlen Land und Kommune in Ballungsräumen knapp 80 Euro Zulage, um die hohen Lebenshaltungskosten dort auszugleichen. Die Stadt ist dazu nicht verpflichtet, macht dies aber freiwillig und in gleicher Höhe wie der Freistaat. Allerdings bleibt ihr auch kaum etwas anderes übrig, weil sonst viele Büros leer blieben. "Wir müssen als Arbeitgeber konkurrenzfähig bleiben", sagt Personalreferent Dietrich. Auch die Tarif-Angestellten erhalten von der Stadt eine Zulage, um sie zum Beispiel bei den steigenden Mieten zu entlasten. Die Stadt überweist ihnen zusätzlich 126,50 Euro. Das klingt nach Gleichstand, de facto sind aber nun die Beamten besser gestellt als die Angestellten. Sie müssen von ihrem Gehalt deutlich weniger an Abgaben bezahlen.

© SZ vom 23.11.2017 / heff
Zur SZ-Startseite