Geschichte Münchens:"Die Leute standen beim Käfer auf dem Balkon und haben sich zugeprostet"

Arved Semerak

Zeitzeuge: Arved Semerak war als junger Polizist bei der Geiselnahme an der Prinzregentenstraße dabei.

(Foto: Friedrich Bungert)

Schaulustige, ungeübte Scharfschützen und am Ende zwei Tote: Der erste Banküberfall mit Geiselnahme in der deutschen Kriminalgeschichte ereignete sich vor 50 Jahren in München. Eine Geschichte über Naivität und fatale Fehlentscheidungen.

Von Joachim Mölter

Franz Josef Strauß kam erst zu späterer Stunde ins Nobelrestaurant Käfer, aber als CSU-Vorsitzender bekam er selbstverständlich noch einen der besten Plätze - am Fenster, mit Blick auf die Prinzregentenstraße. Es war eine begehrte Aussicht an jenem schwülwarmen Abend im Sommer 1971: Auf der gegenüberliegenden Straßenseite war gerade ein Drama im Gange, Spannung lag in der Luft. "Die Leute standen beim Käfer auf dem Balkon und haben sich zugeprostet", erinnert sich Arved Semerak: "Unten auf der Straße waren sie fast militant. Die haben gerufen: 'Lyncht sie! Hängt sie auf!'"

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