bedeckt München

Gebühren:Millionengeschenk für Eltern

Auswärts spielen wird bald deutlich günstiger.

(Foto: Catherina Hess)

Die Stadt senkt ihre Kitagebühren drastisch - und erprobt neue Betreuungskonzepte

Aus Sicht vieler Münchner Familien ist das Jahr 2018 wohl das letzte gewesen, in dem sie so viel Geld für die Kinderbetreuung bezahlen mussten. Im Oktober hat der Stadtrat beschlossen, die Kita-Gebühren von September 2019 an drastisch zu senken und auch die Einkommensgrenze anzuheben, von der an Eltern überhaupt bezahlen müssen. 45,5 Millionen Euro koste das im Jahr, erklärte die Stadt; dafür komme sie dem Ziel einer kostenlosen Kinderbetreuung erheblich näher. Alle Familien werden aber nicht profitieren: Die Pläne sehen vor, 60 000 Betreuungsplätze günstiger zu machen, in München gibt es aber etwa 85 000. Eltern, die ihre Kinder in eine private Kita bringen, bleiben außen vor. Dafür gilt die Reform übergreifend in Krippen, Kindergärten, Horten, Tagesheimen und auch bei der "Kooperativen Ganztagsbildung". Letztere ist ebenfalls ein Novum; seit September läuft ein Pilotversuch am Pfanzeltplatz in Perlach. Grundschüler erhalten hier einen garantierten Betreuungsplatz, Eltern können flexibel nach Bedarf buchen. Das Modell wird 2019 ausgeweitet.

© SZ vom 28.12.2018 / wet
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema