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Gastroneuheit:Am Stachus gibt es bald ein asiatisches Restaurant auf 1500 Quadratmetern

Lenbachplatz 1, Gebäude, in das im Dezember ein neuer Gastrotempel einzieht. Im Vordergrund die Ottostraße.

Insgesamt mehr als zwei Millionen Euro investieren die Betreiber in ihr Restaurant am Lenbachplatz.

(Foto: Florian Peljak)
  • Das "Enter the Dragon" am Lenbachplatz soll spätestens Mitte Dezember dieses Jahres eröffnen.
  • Es läuft über zwei Stockwerke, hat ein Restaurant, eine Bar, einen Imbiss und einen Live-Club.
  • Allein im Restaurant soll es Platz für 212 Personen geben.

Ein Wagen rast lautlos über den Stachus. Zumindest wirkt es für Thomas Welcker so. Der 36-Jährige steht hinter einer der neuen Fensterscheiben am Lenbachplatz 1 und schaut von der Baustelle im Erdgeschoss des Gebäudes auf den Ort, der Deutschlands zweitlauteste Kreuzung sein soll. Man kann hören, wie er auf einem Zahnstocher kaut. "Schallschutzklasse 4", sagt der Gastronom, der das "Burger & Lobster Bank"-Restaurant und den Club "Call me Drella" betreibt.

Solche Scheiben sind teuer und nur ein Detail von vielen, die aus der Großbaustelle, die im Gebäude Anfang November herrscht, in spätestens sechs Wochen einen Treffpunkt in bester Lage auf zwei Stockwerken mit 1500 Quadratmetern machen sollen. Insgesamt mehr als zwei Millionen Euro investieren Welcker und die Mitbetreiber Loc und Duec Nguyen in ihre asiatische Gastro-Idee namens "Enter the Dragon". Kann das funktionieren? Direkt an einem der verkehrsreichsten Orte der Stadt? Ein Rundgang durch die ehemaligen Räume des Lufthansa-Reisebüros Isaria.

Kaffeehaus am Odeonsplatz

So sieht das Tambosi nach dem Umbau aus

Das Restaurant im Erdgeschoss wird den Gast mit bewachsenen Wänden und Platz für insgesamt 212 Personen empfangen. Vier Separees mit zehn, 14, 30 und 50 Plätzen wird es geben, die mit einsehbaren Wänden vom Rest des Raumes abgetrennt sind. Und damit man gleich merkt, dass man hier in Asien gelandet ist, genauer gesagt in Vietnam, begrüßen einen von der Decke zwei jeweils 15 Meter lange Drachen aus Stoff. Es wird täglich mittags und abends asiatische Küche geben, mit einem Fokus auf Saigon-Ente und Dim Sum. "Eine Art asiatische Variante der L'Osteria, qualitativ hochwertig zu einem fairen Preis", sagt Welcker.

Eine Bar im Restaurant, das "Flying Dragon" heißt, wird von einem Käfig umgeben und rundet den zentralen Bereich im Erdgeschoss ab, an dessen Decke 150 Schirme hängen sollen. Geht der Gast vom Eingang nach rechts, also in Richtung Ottostraße, gelangt er in den Imbiss-Bereich "The Fat Panda Express". Der ist bis auf eine tägliche Putzstunde die ganze Woche rund um die Uhr geöffnet. Auch als Kiosk wird er dienen, die Imbiss-Küche ist nach asiatischem Streetfood-Vorbild offen und über Fenster von der Ottostraße einsehbar, hier gibt es alles zum Mitnehmen. Von dort geht der Gast dann am Abend runter in den Bar- und Club-Bereich.

Insgesamt hat das Objekt, das Welcker und seine Mitbetreiber von der Axa-Versicherungsgruppe mieten, 1500 Quadratmeter, von denen 800 für die Gäste zur Verfügung stehen. Und manche der internen Bereiche sind zumindest auch einsehbar. Im Untergeschoss, das man über einen Aufzug und zwei Treppen erreicht, liegt ein verglastes Kühlhaus auf dem Weg zur Tiki-Bar namens "Crouching Tiger Bar". Die Idee sei, sagt der Architekt Hartmuth Janke, der bereits beim Restaurant "Goldenes Kalb" oder "Chez Fritz" die Räumlichkeiten gestaltet hat, "dass man das Gefühl hat, wie in einem alten Mafiafilm durch die Küche in den nächsten Raum zu gehen".

Das Restaurant bietet Platz für 212 Personen. Es gibt vier Separees und im Erdgeschoss ebenfalls eine Bar und einen Imbiss.

(Foto: Enter the Dragon)

Unten in der Bar ist Platz für 200 Gäste, hier wird es Karaoke geben, und es geht dann über eine versteckte Tür weiter in den Club, direkt an einer Spülstraße vorbei, an der der Türsteher und der Kassierer den Gast erwarten. "Auch der Speakeasy-Gedanke spielt eine Rolle", sagt Welcker, also das geheime, verbotene, versteckte Element. Der Nachtgast freut sich darüber, hier etwas entdecken zu können. Ein versteckter Raum ist so zuletzt fast schon zur Grundausstattung neuer Gastro-Konzepte geworden.