Nun ist es beschlossene Sache: Die Zwischennutzung des alten Gasteigs am Isarhochufer läuft Ende September nächsten Jahres aus. Darüber hinaus wird es keine Verlängerung der Mietverträge mehr geben. Das wurde an diesem Mittwoch in der Aufsichtsratssitzung der Gasteig GmbH entschieden. Den Oktober über werden die Mieter noch Gelegenheit haben, die Büros, Bühnen und Lager zu räumen.
Danach schalten die Gasteig-Mitarbeiter sämtliche Elekto-, Kommunikations- und Heizungsleitungen ab und räumen die 90 000 Quadratmeter Fläche leer. Das ist nötig, weil im Januar 2027 die Bauarbeiten zur Schadstoffbeseitigung beginnen sollen. Nur ein bekannter Mieter der Fat Cat muss bereits bis Ende Juni ausziehen: der Zauberer Alexander Krist. Er bespielt aktuell den gewaltigen Raum der Philharmonie. Dort aber steht die Klais-Orgel, die bereits von Juli an ausgebaut werden soll.
Das wertvolle Instrument hat schon vor Monaten durch einen Wassereinbruch in das sanierungsbedürftige Haus Schaden genommen. Um die Orgel einzulagern, bedarf es einer eigenen Lagerstätte beim Hersteller. Vor dem Wiedereinbau am Ende der Generalsanierung wird sie repariert.
Stefanie Jenke, die Geschäftsführerin der Gasteig GmbH, zieht eine positive Bilanz zur Zeit der Zwischennutzung. „Die Fat Cat hat in den letzten zweieinhalb Jahren statt eines Leerstandes das Gebäude mit vielen tollen Möglichkeiten und Aktionen belebt. Für uns, den Gasteig mit allen seinen Instituten, und für alle Gasteig-Fans ist das Ende aber auch eine freudige Nachricht, weil die Gasteig-Sanierung einen weiteren großen Schritt vorankommt.“ Vor der Schadstoff-Beseitigung startet zudem ein Re-Use-Projekt, also der Verkauf von noch brauchbaren Einrichtungen und Materialien aus dem Haus.

