Prozess vor dem Landgericht München:Ein kleiner Betrüger und Berge von Gold

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Das Münchner Strafjustizzentrum in der Nymphenburger Straße war Schauplatz eines Wirtschaftsprozesses. (Foto: Robert Haas)

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass Ralf S. mit Geschichten von libyschen Reichtümern aus der Gaddafi-Zeit Darlehensgeber um Millionen gebracht hat. Er selbst erzählt vor der Wirtschaftskammer von Unwägbarkeiten in Afrika.

Von Susi Wimmer

Ralf S. hockt im etwas abgewetzten Gerichtssaal B 173 im Münchner Strafjustizzentrum. Aber in Gedanken ist er ganz woanders: bei Kisten mit 4,8 Milliarden US-Dollar, Goldschätzen aus Gaddafis Zeiten und abenteuerlichen Geschichten aus Afrika von bewaffneten Milizen und Männern vom Geheimdienst. Aber kann man das glauben? Fakt ist, dass S. ein vorbestrafter, quasi berufsmäßiger Betrüger ist, dass er Anlegern mit den Geschichten um Gaddafis Gold Millionen abgenommen hat. Nun will er sich vor dem Landgericht München I selbst zum libyschen Schatz äußern.

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