Schnelles InternetAnschluss an die digitale Welt

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Startschuss für die Datenübertragung in Lichtgeschwindigkeit (von links): Schöngeisings Bürgermeister Thomas Totzauer mit den Glasfaserexperten Mario Schnegg und Matthias Popp.
Startschuss für die Datenübertragung in Lichtgeschwindigkeit (von links): Schöngeisings Bürgermeister Thomas Totzauer mit den Glasfaserexperten Mario Schnegg und Matthias Popp. (Foto: Gemeinde Schöngeising)

Schöngeisinger Bürger, Betriebe und öffentliche Liegenschaften können an das nun fertiggestellte Hochleistungsnetz andocken.

Von Manfred Amann, Schöngeising

Die Gemeinde Schöngeising scheint nun fit zu sein für die digitale Zukunft. In knapp zwei Jahren Bauzeit hat das Kieler Unternehmen GVG-Glasfaser durch die Tiefbaufirma E.B.C. Network im ganzen Ort Glasfaserkabel bis an die Grundstücksgrenzen verlegen lassen und Hunderte Anschlüsse geschaltet. Bürgermeister Thomas Totzauer, der im Gewerbegebiet zum Ende des Ausbaus des Glasfasernetzes „Teranet“ symbolisch den Anschluss der Firma Hörger aktivierte, ist stolz auf das „gelungene Projekt“, das allen Bürgern, Betrieben und auch den öffentlichen Liegenschaften ermöglicht, sich an das Hochleistungsnetz anzuschließen. „Damit ist Schöngeising absolut sicher für die digitale Zukunft aufgestellt, das ist ein Meilenstein in der Geschichte unseres Ortes“, sagte Totzauer.

Nun sind bis zu ein Gigabit pro Sekunde möglich - für Gewerbebetriebe ein wesentlicher Standortfaktor

Nun könnten die Produkte der GVG-Marke Teranet, zum Beispiel Internetgeschwindigkeiten von aktuell bis zu ein Gigabit pro Sekunde sowie Telefon- und Fernsehdienste in höchster Qualität, genutzt werden. Für Gewerbe und Dienstleister sei dies ein wesentlicher Standortfaktor und auch fürs Homeoffice mittlerweile eminent wichtig, so der Gemeindechef. Dass die Übertragungen „sicher und stabil“ sind, könne er aus eigener Erfahrung bestätigen. „Die Frau im Homeoffice und drei Kinder, die viel im Internet unterwegs sind, das funktioniert ohne Probleme“. Wie GVG-Gesamtprojektleiter Mario Schnegg berichtete, konnten von den rund 1000 Wohn- und Betriebseinheiten in Schöngeising, Gewerbe, öffentlichen Einrichtungen und Haushalten mittlerweile mehr als die Hälfte kostenlos angeschlossen worden. „40 Prozent hatten einen Nutzungsvertrag abschließen müssen, sonst hätte sich der Bau des Glasfasernetzes nicht rentiert“, sagte Schnegg. Mit 410 Verträgen habe man angefangen, während der Bauzeit seien aber weitere hinzugekommen. Wer jetzt nachziehen wolle, müsste der Werbung zufolge nun eigentlich den Anschluss bis ins Haus selbst bezahlen. Die GVG werde Interessenten aber entgegenkommen, heißt es.

Insgesamt wurden 22,5 Kilometer Glasfaserkabel verlegt

Insgesamt wurden 22,5 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Der 15 Tonnen schwere PoP (Point of Presence), die Technikzentrale des Netzes, wurde am kleinen Wertstoffhof in der Bahnhofstraße aufgestellt. Von dort aus werden die Lichtsignale an die einzelnen Anschlussadressen verteilt. Behinderungen oder Probleme über das Übliche hinaus habe es beim Netzausbau nicht gegeben, sagte E.B.C. Network-Geschäftsführer Matthias Popp. Laut Schnegg war die „Querung der Amper eine besondere Herausforderung“. Mittels Spülbohrverfahren sei der Fluss im Ort unterquert worden, damit auch der südlich gelegene Teil der Gemeinde versorgt werden kann. Laut Schnegg hat die GVG- Gruppe, die auch in Puchheim aktiv ist, den Netzausbau „eigenwirtschaftlich“, also ohne Inanspruchnahme von Fördermitteln, realisiert. Größere Anbieter wie Telekom oder Vodafone seien dazu nicht bereit gewesen, so Totzauer. Daher sei die Gemeinde „heilfroh“, in der GVG einen guten Partner gefunden zu haben. „Dieser erfolgreiche Projektabschluss ist auch für uns etwas ganz Besonderes, denn Schöngeising ist das erste Ausbaugebiet der GVG-Glasfaser hier in Bayern, das komplett fertiggestellt ist und nun von uns mit schnellem Glasfaser-Internet versorgt wird“, sagte der Projektleiter, der insgesamt ein positives Fazit zieht.

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