Emmering:Keine Wohnung, kein Mandat

Emmering: Korbinian Würstle gehörte der Grünen-Fraktion an.

Korbinian Würstle gehörte der Grünen-Fraktion an.

(Foto: privat)

Korbinian Würstle verlässt den Gemeinderat. Die Begründung lässt aufhorchen.

Von Manfred Amann, Emmering

Gut zwei Jahre nach den jüngsten Kommunalwahlen sind zwei Mitglieder des Emmeringer Gemeinderates ausgeschieden und werden nun durch "Nachrücker" ersetzt. Für Sarah Kumeth hat Andrea Bock eine Stimme für die CSU und für die Grünen folgt Birgit Kretzschmar auf Korbinian Würstle. Beide Ausscheidenden begründeten ihre Entscheidung mit Veränderungen im privaten Umfeld, die das Ausüben des Ehrenamtes nicht mehr zulasse. In beiden Fällen zeigten die Gemeinderatskollegen Verständnis und stimmten dem Austritt zu. Dass Würstle seinen Rücktritt neben "Veränderungen im privaten Umfeld" damit begründete, in Emmering keine Wohnung gefunden zu haben, wurde im Gemeinderat mit Verwunderung aufgenommen. Auf Anfrage der SZ sagte Würstle: "Mein Ausscheiden ist tatsächlich auf den Wohnraum zurückzuführen, das ist auch der Hauptgrund". Man könne sagen: "Gemeinderat muss wegen fehlenden Wohnraums Mandat niederlegen". Nachdem bereits dringend benötigte Ersthelfer und Feuerwehrleute Emmering hätten verlassen müssen, sei das Problem nun offensichtlich auch in der Ortspolitik angekommen. Auch wenn er nach sechs Monaten intensiver Suche Emmering den Rücken kehre, gebe er die Hoffnung nicht auf, irgendwann wieder zurückkommen zu können.

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