Ist es eine gute Idee, wenn ein Kabarettist als Fastenprediger in einer Kirche wie St. Georg in Aufkirchen an den Ambo tritt, um in einer viele sehr verunsichernden Zeit Menschen etwas Humor und Freude zu bringen und über die Zuversicht des Glaubens zu sprechen? Schließlich ist das in einer teilweise aus den Fugen geratenen Welt voller Widersprüche ein anspruchsvolles Unterfangen. Zudem lässt die Verbindung von Kirche und Kabarett ein Minenfeld voller Tücken vermuten, dessen Betreten Risiken birgt. Trotzdem hat Wolfgang Krebs diese Herausforderung am ersten Fastensonntag mit Bravour gemeistert. Ihm gelang es, an einem für einen Künstler ungewöhnlichen Ort sowohl die Nachdenklichen als auch die Lacher für sich zu gewinnen, wenn er als Horst Seehofer die „Fastengemeinde“ in der kleinen Barockkirche mit den Worten begrüßt: „Ich freue mich, dass ich heute bei euch sprechen darf, vor 3000 Gästen.“ Die Zahlen seien von Wirecard ermittelt und amtlich bestätigt worden.
Katholische KirchePerückenwechsel vor dem Altar
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Kabarettist Wolfgang Krebs begeistert mit einem ungewöhnlichen Auftritt in der Barockkirche St. Georg in Aufkirchen. Mit seiner Stimme lässt er dabei bekannte bayerische Politiker sagen, was sie selbst wohl kaum aussprechen würden.
Von Gerhard Eisenkolb, Aufkirchen
