Brauchtum:Alles neu in Maisach

Brauchtum: Das Biergartenkonzept von der Dachauer Thomawiese steht Pate für das neue Maisacher Volksfest.

Das Biergartenkonzept von der Dachauer Thomawiese steht Pate für das neue Maisacher Volksfest.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Am Freitag startet das Volksfest. Außer dem Platz, auf dem es stattfindet, hat sich fast alles verändert. Auch der Bierpreis.

Von Erich C. Setzwein, Maisach

Die Mass Bier unter zehn Euro ist ein politischer Preis. Für einen ökonomisch denkenden Wirt ist es ein Zuschussgeschäft. Und so wird das Festbier aus der Brauerei Maisach auf dem völlig neu gestalteten Maisacher Volksfest 10,40 Euro kosten. Auch für die Radlermass wird so viel verlangt, wer einen Liter Räuber Kneißl Dunkel der örtlichen Brauerei bestellt, bezahlt 40 Cent mehr. Doch dafür wird jede Mass frisch gezapft und hoffentlich rechtzeitig nach der Bestellung an die Tische gebracht. Denn ein Bedienfiasko wie im vergangenen Jahr, als das Volksfest beinahe auf der Kippe stand, möchten die Gäste wie auch die Verantwortlichen nicht mehr erleben. Deshalb hat man sich im Gemeinderat frühzeitig für einen Volkfestprofi entschieden, und so darf nun der Dachauer Gastronom Ewald Zechner das Publikum auf dem Volksfestplatz mit einem völlig neuen Konzept überraschen.

"Maisacher Sommer" nennt Zechner seinen Volksfest-Biergarten, der zwar mit Bauten, aber ohne ein geschlossenes Zelt auskommt. Jeden Tag, außer an den beiden Sonntagen, wird die Gastronomie von elf Uhr bis 24 Uhr geöffnet sein, am ersten Volksfestsonntag folgt auf das Weißwurstfrühstück um neun Uhr ein Schafkopfturnier, und am zweiten Sonntag, 23. Juli, findet ein ökumenischer Gottesdienst mit Reisesegen von 9.30 Uhr an statt. Umrahmt wird das Maisacher Volksfest im Landtagswahljahr von zwei politischen Großveranstaltungen. Am Vorabend des Eröffnungstages, am Donnerstag, 13. Juli, wird Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprechen, am Montag, 24. Juli, hat sich dessen Stellvertreter, der FW-Vorsitzende und bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger angesagt. Die Wahlkampftermine beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Brauchtum: Der neue Festwirt Ewald Zechner.

Der neue Festwirt Ewald Zechner.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

In den Maisacher Sommer hinein feiern die Gäste am Freitag, 14. Juli, von 19 Uhr an mit der Band Nachtstark, ehe sich am Samstag, 15. Juli, der Festzug am Maisacher Rathaus um 15 Uhr in Bewegung setzt und Bürgermeister Hans Seidl (CSU) gegen 17 Uhr mit dem Anzapfen die Volksfestwoche offiziell eröffnet. Seidl begrüßt die Gäste auf dem Programm mit den Worten, dass der Maisacher Sommer Konzept sei: Gemütlichkeit, Stimmung und Spaß in Biergartenatmosphäre, geschaffen durch ein offenes Bierzelt, durch begrünte Lauben, einen Biergarten sowie eine Lounge. Festwirt Ewald Zechner argumentiert für sein Konzept so: Je wärmer es sei, desto weniger attraktiv sei es, in ein geschlossenes Zelt zu gehen. Die Offenheit des Volksfestbiergartens erleichtere das Sehen und Gesehen werden - eine Idee, die bereits in Dachau praktisch erprobt und von den Gästen als positiv empfunden worden sei, sagt Zechner.

Für die Küche zeichnet Küchenchef Gerald Kantor-Ungerer verantwortlich, und er will mit seinen wechselnden Mittagsgerichten unter dem Bierpreis bleiben. Für 9,90 Euro bietet er vom Rinderschmorbraten über Gulasch, Sauerbraten, Ente und Fleischpflanzerl die klassische Auswahl von Wirtshausessen an, aber auch Biergartenspezialitäten vom Wurstsalat bis zur Curywurst stehen auf der Karte. Für alle, denen Fleisch nichts gibt, bereitet die Küche eine Bulgur-Kräuter-Bowl für 13,90 Euro zu, auch Salatsschüssel, Käsespätzle oder Ofenkartoffeln stehen als Fleisch-Alternativen zur Verfügung.

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