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Verkehr:Neuer Bahnsteig für Bruck

Bahn will bis 2022 die alte Plattform an Gleis 1 reaktivieren

Ein neuer Bahnsteig 1 am Brucker Bahnhof könnte 2022 eingeweiht werden. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass wieder Regionalzüge in der Stadt halten. Eine Pressesprecherin der Bahn AG sagte der SZ, dass das Unternehmen die Unterlagen für ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt (EBA) eingereicht habe. Die Bahn AG rechnet mit einer Genehmigung des Projekts bis Ende 2020. Anschließend müssen detaillierte Pläne ausgearbeitet und Aufträge ausgeschrieben werden, so dass 2022 mit dem Bau begonnen werden könnte. Die Arbeit würde etwa ein halbes Jahre dauern und das Projekt etwa drei Millionen Euro kosten, die sich die Bahn AG und der Freistaat teilen. Vorgesehen ist ein 76 Zentimeter hoher Bahnsteig, an dem Regionalzüge halten könnten. Die Plattform würde mit einem Dach sowie zwei Rampen und einer 18 Meter breiten Treppe ausgestattet. Im Fall von Störungen könnten an dem Bahnsteig auch S-Bahnen halten und wenden. Der neue Bahnsteig war 2013 erstmals von dem Verkehrsexperten Karl Dieter Bodack gefordert worden, der ein Konzept über Express-S-Bahnen für den Landkreis entwickelte. Der Vorschlag wurde von Ministerium und Bahn AG verworfen, weil es angeblich Jahre dauern würde, den Bahnsteig zu bauen. Außerdem kam der Einwand, Züge müssten über Weichen erst auf Gleis 1 geleitet werden und bremsen, was zu lange dauere und den ganzen Betrieb beeinträchtige. Als mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 zwei Regionalzughalte in Bruck entfielen, kam die Forderung erneut auf und wurde von der Stadt aufgegriffen.