Unruhiges Ostern Dubiose Partygäste und jugendliche Brandstifter

Die Feiertage bescheren der Fürstenfeldbrucker Polizei zahlreiche Einsätze

Von Stefan Salger

Das Osterwochenende hätten sich die Beamten der Brucker Inspektion dann doch etwas ruhiger vorgestellt. Stattdessen bekamen sie es mit rabiaten Partygästen, jugendlichen Brandstiftern sowie Randalierern zu tun.

In der Nacht auf den Sonntag uferte eine Rave-Party rund um die sogenannte Hitlerbrücke an der Roggensteiner Straße, zwischen Emmering und Eichenau, aus. Meldungen über eine angebliche Schlägerei, bei der auch Messer im Spiel gewesen sein sollen, bestätigten sich zunächst nicht: keiner der größtenteils aus München stammenden etwa 70 Partygäste wollte sich dazu auf Nachfrage der Beamten äußern. Weil die Situation aber als sehr "unübersichtlich und aggressiv" eingestuft wurde, entschloss sich die Polizei zur Auflösung der nicht genehmigten und von einem 20-jährigen Münchner organisierten Veranstaltung. Dies gelang nur mit Hilfe von insgesamt fünf Streifenwagen-Besatzungen. Während des Einsatzes wurde eines der Autos mit weißer Farbe beschmiert.

In der darauffolgenden Nacht ertappten die Beamten in Fürstenfeldbruck zwei Brandstifter. Kurz nach 4 Uhr bemerkten Anwohner, dass aus der öffentlichen Toilette am Viehmarktplatz Rauch drang. Zwei 13 und 14 Jahre alte Burschen, die vor und in dem Gebäude mit einer Zeitung zündelten, wurden von den Anwohnern bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Sie löschten das Feuer selbst, so dass außer Rußspuren am Boden und an den Wänden kein größerer Schaden entstand. Auf der Polizeidienststelle gestand das Duo aber weitere Brandstiftungen, bei denen deutlich höherer Sachschaden entstanden war: Beide hatten am vergangenen Mittwoch Altpapiertonnen an der Viehmarktstraße sowie an der Kirchstraße angezündet. Es stellte sich heraus, dass der 13-Jährige die Ferien bei seinem 14-jährigen Freund verbrachte und beide sich die Zeit mit nächtlichen Streifzügen vertrieben - von denen die gastgebenden Eltern offenbar nichts mitbekamen. Die Jugendlichen wurden ihren Eltern übergeben.

Zwei vorübergehende Festnahmen nach mehreren Fällen von Sachbeschädigung gab es bereits in der Nacht auf den Ostersonntag. Ein Anwohner der Petersenstraße in Emmering hatte gegen 22.30 Uhr beobachtet, wie zwei Jugendliche den Bistrotisch eines nahen Cafés in die Heckscheibe seines geparkten Autos warfen. Er konnte die beiden alkoholisierten 17-Jährigen, die in Fürstenfeldbruck und München wohnen, bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Nun wird geprüft, ob sie für weitere Sachbeschädigungen verantwortlich sind. So wurden in der selben Nacht in Emmering an der Hauptstraße zwei Jalousien eines Grillhäuschens eingetreten (Sachschaden 1000 Euro), an der Tonwerkstraße die Heckscheibe eines geparkten VW-Busses eingeschlagen (Sachschaden 500 Euro) und an der Babenrieder Straße in Landsberied eine Löwen-Steinfigur von einer Gartensäule gerissen.