Die Solidarität war groß beim Aktionstag zur Typisierung für eine eventuelle Knochenmarkspende in Gröbenzell: 103 neue potenzielle Spenderinnen und Spender haben sich am Samstag, 11. Oktober, im Bürgerhaus bei der Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) registrieren lassen. Sara A. hatte den Aktionstag initiiert. Ihr Ehemann und Vater ihrer drei Kindern im Alter von sieben, elf und 13 Jahren hatte im Juli die für die Familie erschütternde Diagnose Leukämie erhalten und viele Wochen im Krankenhaus verbracht.
Die Typisierungsaktion wertet sie als Erfolg. Auch, weil rund um die Veranstaltung mehr als 7000 Euro gespendet wurden. 1400 Euro kamen vom Rotary Club München-West. „Da eine Typisierung etwa 35 Euro kostet, können mit diesem Betrag über 200 weitere Typisierungen finanziert werden – ein starkes Signal der Hilfsbereitschaft“, resümiert Sara A. zufrieden. „Es war berührend zu sehen, wie viele Menschen zusammengekommen sind, um zu helfen – ob bei der Vorbereitung, am Tag selbst oder durch ihre Spende.“
Auch ihr Mann Ulf A., der sich zwischen Chemotherapien derzeit zu Hause erholt, kam kurz vorbei, um sich zu bedanken: „Diese Welle der Solidarität gibt uns Kraft.“ Die neu registrierten Spender machen nicht nur ihm, sondern vielen anderen Leukämiepatienten Hoffnung. Denn für eine lebensrettende Stammzell- oder Knochenmarktransplantation wird ein sogenannter genetischer Zwilling benötigt. Je mehr registrierte Personen es gibt, desto größer ist die Chance, einen passenden Spender zu finden.
Wer die Aktion verpasst hat, kann sich jederzeit noch registrieren lassen: mit einem Typisierungs-Set, das bei der AKB unter akb.de/allgemein/lebensretterset-bestellen oder bei vergleichbaren Organisationen kostenlos online bestellt werden kann. Nach zwei Wangenabstrichen und dem Rückversand ist man als potenzieller Lebensretter gelistet.

