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SZ-Serie: Gedruckte Galerie, Folge 3:Wind und Wasser

Vera Greif

Eine ganze Fotoserie hat Vera Greif dem Wasser gewidmet. Wer sich Zeit nimmt, dem offenbaren sich viele Details, die dem flüchtigen Blick noch verschlossen geblieben sind.

(Foto: Vera Greif)

Die Fotografin Vera Greif dokumentiert die Natur

Auch die Künstler im Landkreis sind durch die Corona-Krise stark betroffen. Alle Ausstellungen sind abgesagt, Galerien haben geschlossen. Möglichkeiten, ihre Werke zu zeigen, haben sie also kaum noch. Deshalb möchte die SZ Fürstenfeldbruck in den kommenden Wochen regelmäßig Kunstschaffenden und ihren Werken in einer gedruckten Galerie eine Plattform bieten.

Die Fotografien der Germeringer Künstlerin Vera Greif haben oft etwas meditatives. Hochästhetisch hält sie die Schönheit der Natur fest. Manchmal deutlich erkennbar, manchmal, wie in ihrer Serie "Wasser", abstrakter. "Wasser 2" zeigt das faszinierende Spiel von Wasser und Wind, das sich in den gleichförmigen Wellen ausdrückt, die die glatte Oberfläche brechen. Die Spiegelungen der Bäume geben dem Betrachter einen Hinweis, wo er sich befinden könnte. Eindeutig ist es nicht das Meer, das hier zu sehen ist. Wahrscheinlich ist es eher der Ausschnitt eines Flusses, an dem ein dicht bewachsener Weg entlangführt. Licht und fehlendes Laub lassen zudem vermuten, dass es sich um einen wolkigen, kühlen Wintertag handelt. Es ist also ein winterlicher Spaziergang, der hier zu sehen ist, auch wenn die Fotografin nichts davon offenbart.

Greif, geboren 1965 in Duisburg, lebt und arbeitet in Germering. Von 1989 bis 2015 fotografierte sie für eine Zeitung, danach war sie einige Jahre freiberufliche Fotografin und Filmemacherin. An der Volkshochschule unterrichtet sie Fotografie, hält Vorträge, leitet Workshops und betreut Projekte an Schulen. In einem ihrer Projekte hat sie Germeringer in Videos porträtiert. Greif ist Mitglied der Ateliergruppe 27, der Künstlervereinigung und des Kunstkreises Germering.

© SZ vom 18.04.2020 / FLHA

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