InfrastrukturPfusch im Straßenbau

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Bei der Sanierung der Kreisstraße FFB13 wurde offensichtlich geschlampt.
Bei der Sanierung der Kreisstraße FFB13 wurde offensichtlich geschlampt. Johannes Simon
  • Die Sanierung der Kreisstraße FFB13 in Moorenweis verzögert sich um Monate, weil Wasser- und Kanalrohre falsch verlegt und Kanalschächte zu hoch angesetzt wurden.
  • Kanalschächte wurden elf Zentimeter zu hoch gesetzt und gemischte Rohre verwendet, was spätere Sanierungen unmöglich macht.
  • Das Tiefbauunternehmen hat die Fehler eingeräumt und zugesagt, diese auf eigene Kosten zu beheben.
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Die Sanierung der Kreisstraße FFB13 in Moorenweis könnte sich um Monate verzögern, nachdem Wasser- und Kanalrohre falsch verlegt und Kanalschächte zu hoch angesetzt wurden.

Von Manfred Amann, Moorenweis

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Die Sanierung der Birkenstraße (Kreisstraße FFB 13) von Moorenweis nach Windach wird möglicherweise zu einem größeren Problemfall. Mittlerweile ist in den Sozialen Medien sogar von „Pfusch“ die Rede. Weil bei der Erneuerung von Wasserleitungen und Abwasserrohren sowie beim Einbau der Kanalschächte offensichtlich geschlampt worden ist, sind Nachbesserungen erforderlich, die den Abschluss des Straßenbauprojektes um Monate hinauszögern könnten. Dadurch würde auch die Erneuerung der Ortsdurchfahrt von Windach zeitlich nach hinten geschoben, die nach dem Abschluss der Sanierung des Straßenstückes geplant ist.

Derzeit kann die vorgesehene Asphaltierung des Straßenabschnittes auf jeden Fall nicht wie geplant vorgenommen werden. Nach Angaben des Landratsamtes sind vergleichbare Mängel bei Leitungserneuerungen im Landkreis bisher nicht bekannt geworden. Mittlerweile ist laut Bürgermeister Christof Gasteiger der Schadensumfang ermittelt. Demnach sind Wasser- und Kanalrohre falsch verlegt, Kanalschächte zu hoch oder zu niedrig gesetzt worden. Sie müssen neu eingebracht werden. „Kanalschächte wurden elf Zentimeter zu hoch gesetzt“, kritisiert er. Ein Tiefersetzen der Schächte, nachdem sich die neue Fahrbahn gesetzt hat, wäre später nicht möglich. Außerdem seien für Leitungen „gemischte Rohre“ verwendet worden, was eine spätere Sanierung unmöglich mache.

Die Arbeiten sind Teil der Sanierung der Kreisstraße durch den Landkreis, wobei die Gemeinde Moorenweis Wasser- und Abwasserleitungsnetz erneuern lässt. Nach ersten Überprüfungen ist Bürgermeister Gasteiger jedoch „zuversichtlich, dass der Super-Gau nicht eintritt“. Kamerabefahrungen hätten ein nicht so gravierendes Schadensbild ergeben, wie ursprünglich befürchtet. Ob Rohre deformiert worden seien, ob das Gefälle der Leitungen doch noch passt, werde noch geprüft. Zudem habe die Gemeinde einen Gutachter hinzugezogen. Die Ergebnisse der Prüfung ließen hoffen, dass die Mängel ohne Riesenaufwand beseitigt werden können. „Das Endergebnis steht aber noch aus“, sagt der Rathauschef.

Ein Super-Gau wäre es laut Gasteiger, wenn infolge der Mängel die Rohrleitungsverbindungen nicht richtig funktionieren. Mit anderen Worten, wenn Wasser oder Abwasser nicht wie vorgesehen weiter-, respektive abgeleitet werden. Dies würde bedeuten, dass der gesamte Straßenunterbau erneut aufgegraben und die Leitungen neu verlegt werden müssten, um dann den Tiefbau abschließen zu können. Die Straßensanierung, die samt dem Bau eines Radwegs in ein, zwei Monaten abgeschlossen werden sollte, würde sich dann noch Monate, vielleicht bis in den Herbst hinein hinziehen.

Wie der Rathauschef erklärt, waren wahrscheinlich Mess- oder Messgerätefehler die Ursache dafür, dass die in der Planung vorgegebenen Höhen im Leitungsverlauf und bei Kanalschächten nicht stimmen. Falls dies der Fall sein sollte, müsste vieles wieder ausgegraben und neu gesetzt werden. Die Folge wäre eine enorme Verzögerung, die auch den Asphalteinbau weit nach hinten schieben würde. Dann müssten Verkehrsteilnehmer noch weitere Monate die weite Umfahrung über Grunertshofen nehmen, was jede Fahrt um sieben, beziehungsweise zehn Kilometer verlängert. Ursache des Malheurs könnte auch eine „vielleicht nicht ganz lückenlose Bauüberwachung“ durch das Planungsbüro sein, so Gasteiger. „In erster Linie aber ist das Tiefbauunternehmen verantwortlich. Die Firma hat nicht nach Plan gearbeitet und Fehler vertuscht“, sagt der Bürgermeister. Dies habe die Firma bereits eingeräumt und zugesagt, die Fehler auf eigene Kosten beheben.

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