Fürstenfeldbruck:"Einige Amtsinhaber werden sich wundern"

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Stefan Kröll bei einem Auftritt im Sportpark Schollbach bei Erding. (Foto: Renate Schmidt)

Stefan Kröll ist der neue Krüglredner beim Fürstenfelder Starkbierfest. Es ist eine Premiere für den Kabarettisten.

Interview von Manfred Amann, Fürstenfeldbruck

Das Salvator-Starkbierfest am Samstag im Veranstaltungsforum Fürstenfeld hat einen neuen Krüglredner. Kabarettist Stefan Kröll, ein 53 Jahre alter Schreinermeister, folgt Jürgen Kirner nach, der als Derblecker der Lokalprominenz 14 Jahre lang den Spiegel vorhielt. Die SZ fragt beim neuen Redner nach, was vom ihm zu erwarten ist.

SZ: Ihr Vorgänger Jürgen Kirner hat große Fußstapfen hinterlassen. Haben Sie bereits Erfahrung als Starkbierredner und mit welcher Strategie wollen Sie begeistern?

Stefan Kröll: Ich habe schon einige Reden geschrieben und auch gehalten, es ist allerdings meine erste reine Starkbierrede. Der Stil einer solchen Rede ist immer eine Gratwanderung, das finde ich sehr spannend. Es wird einiges darin neu sein, und ich denke, es ist für jeden etwas dabei.

Kabarett und Starkbierreden haben viel gemeinsam. Worin sehen Sie Unterschiede?

Beim Kabarett sitzen die Leute, um die es geht, oft nicht im Publikum, das ist beim Starkbierfest naturgemäß anders. Hier würde ich mehr von einem Frontalangriff sprechen. Das hat natürlich viel mehr Wucht.

In der großen Politik - im Bund und in Bayern - läuft es derzeit alles andere als rund, und es gibt Bauernproteste und Demonstrationen für die Demokratie. Werden Sie sich auch an aktuellen Problemen oder an Politikern wie Söder und Aiwanger abarbeiten?

Es kommen in der Rede einige Landespolitiker vor, der Schwerpunkt liegt jedoch sicher in Bruck. Und da mangelt es auch nicht an Ungereimtheiten und Durcheinander.

Besonders gefragt ist es bei Starkbierreden, regionale Persönlichkeiten, Begebenheiten und Ereignisse aufs Korn zu nehmen. Sollten sich Landrat, Oberbürgermeister und Stadträte warm anziehen?

Ich habe festgestellt, dass es in Bruck viele bemerkenswerte Persönlichkeiten gibt - in jeder Hinsicht. Einige Amtsinhaber werden sich sicher wundern, was und vor allem wie ihre Missgeschicke, Fehlentscheidungen und Besonderheiten dargestellt werden. Darauf freue ich mich ganz besonders.

Sie kommen aus Feldkirchen-Westerham im Landkreis Rosenheim. Welchen Bezug haben Sie zum Landkreis Fürstenfeldbruck und speziell zur Großen Kreisstadt und woher nehmen Sie die Informationen?

Im Veranstaltungsforum bin ich schon öfter aufgetreten und ich war auch schon beim Starkbierfest als Kabarettist für einen Auftritt eingeladen. Ich nehme die Vorbereitung für die Krüglrede sehr ernst und bin mittlerweile in Bruck gut vernetzt.

Gibt es gar Zuträger, Whistleblower, eventuell unter Kommunalpolitikern, in der Stadt- oder Kreisverwaltung?

( lacht) Dazu kann und will ich jetzt wirklich nichts sagen, das versteht sich doch.

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