NachkriegsschicksalVerschleppt in Stalins Reich

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Der heute 81-jährige Karl Breuninger wuchs in der Sowjetunion auf. Das Foto zeigt ihn als Jugendlichen in den Fünfzigerjahren bei einem Ausflug  in die Berge bei Suchumi, einer Stadt am Schwarzen Meer in der damaligen sowjetischen Teilrepublik Georgien.
Der heute 81-jährige Karl Breuninger wuchs in der Sowjetunion auf. Das Foto zeigt ihn als Jugendlichen in den Fünfzigerjahren bei einem Ausflug  in die Berge bei Suchumi, einer Stadt am Schwarzen Meer in der damaligen sowjetischen Teilrepublik Georgien. Privat

Der Germeringer Karl Breuninger verbrachte seine Kindheit in der UdSSR. Sein Vater sollte ein Flugabwehrsystem gegen die Spionageflüge der USA entwickeln. Nach dem Krieg wurde der Physiker mit seiner Familie in die Sowjetunion deportiert.

Von Peter Bierl, Germering

Es ist noch nicht mal sechs Uhr morgens und noch dunkel draußen, als es klopft. Helmut Breuninger springt aus dem Bett, versteckt die Kabel, mit denen er illegal Strom abzapft, um die Wohnung zu beheizen, und öffnet die Tür. Drei Sowjetsoldaten stehen vor ihm. Er müsse fünf Jahre lang in der Sowjetunion arbeiten, eröffnet ihm der Offizier. Seine Frau Mathilde und der Sohn Karl dürfen mitkommen, ebenso der gesamte Hausstand. Zum Packen bleiben nur ein paar Stunden.

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