Es ist noch nicht mal sechs Uhr morgens und noch dunkel draußen, als es klopft. Helmut Breuninger springt aus dem Bett, versteckt die Kabel, mit denen er illegal Strom abzapft, um die Wohnung zu beheizen, und öffnet die Tür. Drei Sowjetsoldaten stehen vor ihm. Er müsse fünf Jahre lang in der Sowjetunion arbeiten, eröffnet ihm der Offizier. Seine Frau Mathilde und der Sohn Karl dürfen mitkommen, ebenso der gesamte Hausstand. Zum Packen bleiben nur ein paar Stunden.
NachkriegsschicksalVerschleppt in Stalins Reich
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Der Germeringer Karl Breuninger verbrachte seine Kindheit in der UdSSR. Sein Vater sollte ein Flugabwehrsystem gegen die Spionageflüge der USA entwickeln. Nach dem Krieg wurde der Physiker mit seiner Familie in die Sowjetunion deportiert.
Von Peter Bierl, Germering

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Im Landkreis Fürstenfeldbruck werden am 9. November 1938 drei Männer abgeholt und eingesperrt. Die geringe Opferzahl lag daran, dass nur etwa 30 jüdische Menschen im Landkreis lebten.
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