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Solidarität für Senioren:Grüße ins Heim

Kleine Grüße sollen Senioren eine Freude machen.

(Foto: Beate Reimann/oh)

Briefaktion für alte Menschen

Menschen, die in Heimen leben, sind schon lange isoliert. Denn Angehörige und Ehrenamtliche dürfen sie nicht mehr besuchen oder abholen. Ihre Sozialkontakte sind also stark eingeschränkt. Beate Reimann, die als Seelsorgerin in Seniorenheimen in Fürstenfeldbruck tätig ist, hat eine Idee aufgegriffen: Karten oder Briefe, die den alten Menschen ins Heim geschickt werden, könnten ihnen zeigen, dass sie nicht vergessen sind. "In diesen Tagen spürt jeder von uns, dass wir - trotz äußerem Kontaktverbot - innerlich verbunden bleiben", sagt Reimann. "Gottseidank gibt es viele kreative Ideen, dies auch sichtbar zu machen." Die Briefaktion: "P.S. Ich denk an Dich", gehört dazu, bei der alle mitmachen können. "Wir suchen Engagierte mit Herz für diese tollen alten Menschen, die uns in ihrem langen Leben mit ihrem Engagement, ihrer Liebe und ihrer Erfahrung so vieles geschenkt haben", sagt Reimann. Wer mitmachen will, kann den Heimbewohnern in großer Schrift Grüße und eventuell schöne Fotos, Ansichtskarten, Gedichte, Kinderzeichnungen oder Ähnliches schicken. Alles kommt in ein Kuvert mit der Aufschrift: "PS: Ich denk an Dich c/o Reimann". Gesammelt werden sie in den Briefkästen der Pfarrbüros Sankt Bernhard (Rothschwaiger Straße 53), Sankt Magdalena (Kirchstraße 4), Biburg (Kirchstraße 3), Emmering (Kirchplatz 1 a) und bei der evangelischen Erlöserkirche (Stockmeierweg 5) sowie der Gnadenkirche (Martin-Luther-Straße 1). Die Grüße werden zur Sicherheit umkuvertiert und nach einer Karenzzeit - um Viren auszuschalten - gesammelt an die Heime gegeben, wo das Personal sie austeilt.

© SZ vom 30.03.2020 / ihr

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