Die in der Ortspolitik engagierten und interessierten Bürgerinnen und Bürger von Schöngeising, die bislang als Freie Wähler (FW) firmierten, haben sich in Gemeinschaft Schöngeising (GS) umbenannt. Damit haben die Ortspolitiker eine deutliche Grenze gezogen, um nicht weiterhin mit der von Hubert Aiwanger geführten Landespartei in Verbindung gebracht zu werden. Der Grund ist derselbe wie der, den die einstigen Freien Wähler in Emmering anführten, als sie sich unlängst in Emmeringer Bürgergemeinschaft umbenannten: „Der bisherige Name FW Schöngeising führte immer wieder zu Verwechslungen mit der Partei der FW Bayern, der wir weder politisch noch organisatorisch angehören“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Wie Bürgermeister Thomas Totzauer erklärt, der mit fünf Ortspolitikern die Gruppe im Gemeinderat vertritt, geht es in erster Linie darum, in der Öffentlichkeit ausschließlich als Zusammenschluss von engagierten Bürgern wahrgenommen zu werden, die sich für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung ihrer Heimatgemeinde einsetzen. „Wir wollen unsere Unabhängigkeit und unsere lokale Ausrichtung noch deutlicher zum Ausdruck bringen“, erläutert der Rathauschef. Die Wählergruppe, ein loser Kreis von Unterstützern, habe sich unter dem Begriff Freie Wähler gebildet, lange bevor es die FW-Partei gegeben habe. Durch die Entwicklung der FW zu einer Partei sei bei Bürgern der Eindruck entstanden, die Schöngeisinger FW gehörten dieser auch an.
Ausschließlich dem Wohle der Gemeinde verpflichtet
Schon seit etwa zwei Jahren sei daher immer wieder überlegt und beraten worden, wie man davon loskommen könnte. „Wir sind keine Partei, wollen auch keine sein, genießen auch keinerlei Parteiprivilegien, sondern verstehen uns als unabhängige Bürgergemeinschaft, die sich ausschließlich dem Wohl Schöngeisings verpflichtet fühlt“, argumentieren die Fraktionsmitglieder. Mit der Namensänderung wolle die Wählergruppe diesen Weg konsequent fortsetzen und gleichzeitig ein klares Zeichen für Unabhängigkeit und Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft setzen. Ziel der GS sei es weiterhin, verantwortungsvolle und zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen, die allen Bürgern der Ampergemeinde zugutekommen. Bei der Kommunalwahl 2026 wird die Wählergruppe unter dem neuen Namen Gemeinschaft Schöngeising selbstverständlich wieder antreten.

