Archäologie und Mystik:"Sie hatte eine Besonderheit am Hinterhauptsloch"

Archäologie und Mystik: Ein Mitarbeiter drapiert den Schädel der vor rund 9000 Jahren gestorbenen Schamanin von Bad Dürrenberg in der Dauerausstellung des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle/Saale.

Ein Mitarbeiter drapiert den Schädel der vor rund 9000 Jahren gestorbenen Schamanin von Bad Dürrenberg in der Dauerausstellung des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle/Saale.

(Foto: Hendrik Schmidt/picture alliance/dpa)

Der Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt enträtselt in einem Vortrag in Gröbenzell einen 9000 Jahre alten Fund. Im SZ-Interview erläutert Harald Meller, warum die Schamanin von Bad Dürrenberg wohl halluzinierte.

Interview von Peter Bierl, Gröbenzell

Die graue Vorzeit war anders, als sich die meisten vorstellen. Darüber spricht Harald Meller an diesem Dienstag bei der Volkshochschule Gröbenzell. Er hat kürzlich gemeinsam mit seinem Ko-Autor Kai Michel einen Bestseller über das "Rätsel der Schamanin" verfasst. Es geht um ein Skelett, gefunden bereits 1934 in Bad Dürrenberg, das 9000 Jahre alt ist. Er konnte aufgrund neuer Untersuchungen nachweisen, dass es sich um eine bemerkenswerte Frau handelte und nicht um den "Ur-Arier", wie die Nazis meinten. Meller ist in Olching geboren, in Gröbenzell aufgewachsen und Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt sowie Landesarchäologe.

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