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Saisonaus:Von der Sandbahn in die Klinik

Nach der Operation zeigt sich der Olchinger Martin Smolinski bereits wieder kämpferisch.

(Foto: Martin Smolinski/oh)

Speedway-Fahrer Martin Smolinski verletzt sich bei Trainingsunfall

Speedwayfahrer Martin Smolinski hat sich bei einem Trainingssturz am Freitag einen Knochenbruch zugezogen und liegt nach der Operation am Samstag in einem sächsischen Krankenhaus. In einer Botschaft an seine Fans gibt er sich zuversichtlich, dass er bald wieder im Sattel sitzen kann. Ob er es bis zum für Ende August geplanten Saisonauftakt schafft, ist freilich offen. "Ich fühle mich hier gut aufgehoben und alle sind sehr freundlich", so Smolinski, "ich bedanke mich für die vielen Genesungswünsche, die mich auf verschiedensten Wegen erreicht haben."

Da in Bayern derzeit noch kein Training möglich ist, war der 35-jährige Rennsportprofi zunächst nach Meißen und dann nach Leipzig ausgewichen - ins Stadion am Cottaweg unweit der Red-Bull-Arena. Zum Einsatz kam ein neuer GTR-Motor aus der Motorenschmiede von Ex-Weltmeister Marcel Gerhard, der weiter getestet werden sollte. Bei einem Wheelie wurde der Olchinger dann aber von einer Bodenwelle ausgehebelt und krachte gegen die Bande. Von der Bahn ging es direkt ins Krankenhaus auf die Intensivstation. Diagnose: Der rechte Oberschenkelkopf ist gebrochen und war ausgekugelt, wodurch auch die Hüfte und der Ischiasnerv Schaden genommen haben.

"Die Nacht war nicht leicht und viel Schlaf war auch nicht drin, da ich stündlich Schmerzmittel gebraucht habe." Die OP verlief nach Einschätzung des Langbahnweltmeisters von 2018 zufriedenstellend: "Ich habe noch immer Schmerzen, aber die Medikamente helfen. Der Knochen war stark verkeilt und es war nicht einfach, ihn zurück in die Pfanne zu drücken". Er sei in seiner Bewegung eingeschränkt, "und es ist alles noch stark angeschwollen". Wann es für den Rennfahrer wieder gen Heimat geht und wie lange der Heilungsprozess dauern wird, lässt sich noch nicht abschätzen.

© SZ vom 26.05.2020 / slg

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