Richtiges Heizen mit Holz ist fast so etwas wie eine Wissenschaft – auch wenn am Stammtisch viele irrtümlich meinen, es drauf zu haben. Fürstenfeldbruck startet eine Kampagne, um die lokale Feinstaubbelastung durch private Kamin- und Kachelöfen schnell und deutlich zu verringern. Lucia Billeter, Klimaschutzbeauftragte der Stadt, verspricht den Betreibern zudem einen verminderten Brennstoffbedarf und sowohl ihnen als auch den Nachbarn eine sinkende Geruchsbelastung. Im Stadtgebiet sind aktuell gut 3400 solcher Holzöfen in Betrieb. „Da schlummert viel Potenzial“, sagt die Klimaschutzbeauftragte. Wie es funktioniert, zeigt ein 90-minütiger Onlinekurs, den die Stadt in Kooperation mit der „Ofenakademie“ anbietet. Das Fachwissen wird dort von Ofenbauern, Kaminkehrern und einem veritablen Wissenschaftler mit Forschungsschwerpunkt Katalytische Emissionsminderung vermittelt. Im SZ-Interview beweist Geschäftsführer und Kursleiter Max Kummrow, 36, dass er sich im Kreise all dieser Fachleute längst zum Holzofenprofi entwickelt hat.
Effizienter heizen„50 Prozent weniger Feinstaub, 30 Prozent niedrigere Kosten“
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Kreuzstapel aus Kleinholz, angezündet wird von oben: Max Kummrow, 36, ist Geschäftsführender Gesellschafter der vor zwei Jahren gegründeten Ofenakademie. Er führt durch den Onlinekurs.
OfenakademieWerden Kaminöfen richtig betrieben, profitieren Umwelt und Geldbeutel. Ein Experte erklärt, wie Holz geschichtet wird und was man falsch gemacht hat, wenn die Scheibe schwarz ist. Die Stadt Fürstenfeldbruck spendiert 150 Onlinekurse.
Interview von Stefan Salger, Fürstenfeldbruck
