Auf das temporäre Aus des Rewe-Marktes in der Kirchenstraße in Gröbenzell folgt nun das endgültige. Der vom Sommerhochwasser im Jahr 2024 in Mitleidenschaft gezogene und seither geschlossene Supermarkt in bester Lage im Ortszentrum zwischen der S-Bahnstation, dem Rathaus und der katholischen Kirche wird von der Rewe-Gruppe aufgegeben. Damit ist auch eine Initiative der Ortsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen zum Erhalt der Einkaufsmöglichkeit gescheitert. Die Grünen hatten versucht, ihrer Forderung nach Wiedereröffnung des letzten Lebensmittelladens in der Ortsmitte mit einer Unterschriftensammlung mehr Nachdruck zu verleihen.
„Ich gebe die Hoffnung nicht auf.“ Mit diesen Worten reagierte Daniel Holmer von den Grünen, der Gewinner der Stichwahl und damit der künftige Bürgermeister der Gemeinde, auf SZ-Anfrage auf die Schließung. Es gebe andere Möglichkeiten, dieses Ziel doch noch zu erreichen. Nach seinem Amtsantritt im Mai will Holmer sich darum kümmern, in der Ortsmitte ein neues Lebensmittelgeschäft anzusiedeln.
Eine Rewe-Pressesprecherin bedauerte die Schließung. „Wir hätten den Rewe-Markt vor Ort sehr gerne erhalten“, teilte sie mit. Leider sei es dem Unternehmen als Vollsortimenter aus wirtschaftlichen Gründen nicht gelungen, den Standort weiterzuführen. Um dennoch die Nahversorgung im Ort weiter zu ermöglichen, hätten Vertreter von Penny, einem Tochterunternehmen der Rewe-Gruppe, Gespräche mit dem Vermieter aufgenommen. Penny wollte den Markt im Discount-Segment weiterführen und damit eine langfristige Lösung für Gröbenzell schaffen. Trotz intensiver Verhandlungen mit dem Vermieter sei es jedoch nicht gelungen, eine Einigung zu erzielen.

