Nach der Pogromnacht von 1938Als die Nazis den Kreis Fürstenfeldbruck für „judenfrei“ erklären

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Der Gröbenzeller  Simon Erlanger wird in der Pogromnacht eingesperrt, ein paar Tage später aber wieder entlassen. 1941 wird der Kurzwarenhändler in einem Münchner Lager für zwei Jahre interniert, das dokumentarische Archivfoto zeigt seinen Koffer. 
Der Gröbenzeller  Simon Erlanger wird in der Pogromnacht eingesperrt, ein paar Tage später aber wieder entlassen. 1941 wird der Kurzwarenhändler in einem Münchner Lager für zwei Jahre interniert, das dokumentarische Archivfoto zeigt seinen Koffer.  (Foto: Günther Reger)

Im Landkreis Fürstenfeldbruck werden am 9. November 1938 drei Männer abgeholt und eingesperrt. Die geringe Opferzahl lag daran, dass nur etwa 30 jüdische Menschen im Landkreis lebten.

Von Peter Bierl, Fürstenfeldbruck

Während der Pogromnacht vom 9. November 1938 wurden im Landkreis Fürstenfeldbruck drei Männer von der Polizei im Amtsgefängnis Fürstenfeldbruck eingesperrt: Berthold Lehmann aus Bruck, Simon Erlanger aus Gröbenzell und Alfred Rosenberger aus Esting. Im gleichen Monat schloss Gretl Bauer das jüdische Kinderheim in Neu-Esting. „Kreis Fürstenfeldbruck judenfrei“, meldete die Brucker NSDAP daraufhin.

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SZ PlusVon Peter Bierl

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