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Puchheim:Zulage für Puchheims Erzieherinnen

Die Erzieherinnen in den Kindertagesstätten in Puchheim bekommen in Zukunft eine München-Zulage zu ihrem Gehalt. Das hat der Stadtrat am Dienstag einstimmig beschlossen und damit einen Schlussstrich unter einen Zwist mit Eltern gezogen, die vor einem Jahr verlangt hatten, das Personal besser zu bezahlen. Unmittelbarer Anlass für deren Initiative war, dass es in den Kindergärten und Krippen an Personal mangelt. In einer Einrichtung fielen Stunden aus, zwei Krippengruppen wurden geschlossen. Anfang März vor der Kommunalwahl stellte der Stadtrat dann doch eine Zulage in Aussicht und ließ ein Konzept erarbeiten.

Nun gab es keinen großen Widerspruch mehr, allerdings merkten einige Räte an, dass es eigentlich Aufgabe der Tarifparteien sowie der Staatsregierung sei, eine solche Zulage zu schultern. Sie warnten vor einer Aufwärtsspirale bei den Kosten, wenn stattdessen immer mehr Kommunen dies übernehmen. Der Stadtrat beschloss, die Zulage auf drei Jahre zu befristen, die Kosten werden auf etwa 300 000 Euro pro Jahr veranschlagt. Der Zuschuss beträgt 50 Prozent des Bruttobetrages der vom Träger an das pädagogische Personal gezahlten Grund-und Kinderzulagen, maximal 135 Euro zur Grundzulage und 25 Euro zur Kinderzulage je Kind. Auszubildende werden ebenfalls mit 50 Prozent der Zulage, maximal 70 Euro, berücksichtigt.

© SZ vom 02.12.2020 / bip
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