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Puchheim:Zu viele Barrieren

Stadt verlangt den sofortigen Umbau des Bahnhofs

Von Selina Deger, Puchheim

Eine Online-Petition fordert den sofortigen Umbau des Bahnhofs in Puchheim. Die Stadt möchte erreichen, dass dieser barrierefrei und um einen neuen Außenbahnsteig erweitert wird. Das Begehren richtet sich ans Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und wurde von etwa 70 Bürgern sowie von Bürgermeister Norbert Seidl und seinen beiden Stellvertretern initiiert. Es hat sich bereits ein Bündnis aller im Stadtrat vertretenen Parteien und Gruppierungen sowie von Beiräten gebildet.

Vor einem Jahr wurde die Bahn bereits mit der Planung für den Außenbahnsteig beauftragt, heißt es in einer Mitteilung. Dieses Jahr sollten die Ergebnisse eigentlich präsentiert werden, was aber nicht geschah. Der Ausbau des Bahnhofs soll nun auf die zweite Hälfte des Jahres 2021 verschoben werden, da eine neue Studie zu den Grundlagen des S 4-Ausbaus offensichtlich als vorrangig angesehen wird. Die Puchheimer Beiräte und Stadtratsfunktionen wollen das jedoch nicht hinnehmen.

In der Online-Petition fordert die Stadt, dass die vorhandenen Ergebnisse zu den möglichen Varianten des barrierefreien Ausbaus sofort präsentiert werden. Außerdem sollen die Planungen fortgesetzt und die Lösung mit dem neuen Außenbahnsteig Nord schnellstens umgesetzt werden.

Unterstützt wird der Vorstoß unter anderem von Petra Weber, der Referentin für Inklusion des Landkreises, Holger Hoffmann, dem Kreisgeschäftsführer des Vdk und Ingrid Kroppen als Sprecherin für die Beiräte und Gudrun Horn, der Referentin für Menschen mit Behinderung.

Bis Freitag, 27. November, sollen nun Unterschriften gesammelt werden - online unter www.openpetition.de oder auf klassischen Unterschriftenlisten. Noch dieses Jahr sollen die Unterschriften der Bayerischen Verkehrsministerin Kerstin Schreyer überreicht werden. Damit solle klar gemacht werden, dass Puchheim den barrierefreien Ausbau sofort brauche und nicht erst in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres, betont Zweiter Bürgermeister Manfred Sengl. Nach aktuellem Stand sind bereits 493 Unterschriften online eingeganen und etwa 200 sollen auf Papier gesammelt worden sein.

© SZ vom 22.09.2020

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