Bei zwei Fällen von Telefonbetrug im Landkreis Fürstenfeldbruck haben unbekannte Täter am Donnerstag insgesamt 70 000 Euro erbeutet. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord meldet, wurden zwei Seniorinnen aus Gröbenzell und Puchheim Opfer der Betrüger.
Die Gröbenzellerin erhielt gegen Mittag einen Anruf von einem angeblichen Krankenhausmitarbeiter. Dieser teilte der Frau mit, dass bei ihrer Tochter Krebs im Endstadium diagnostiziert worden sei. Für die lebensrettende Therapie sei eine hohe Geldsumme erforderlich. Daraufhin übergab die Seniorin zwischen 14 und 15 Uhr im Wohngebiet zwischen Friedenstraße und Bussardstraße Bargeld und Silber im Wert von rund 55 000 Euro an einen unbekannten Mann.
Dieser wird als zwischen 22 und 25 Jahre alt, hager und dunkelhaarig beschrieben. Er soll dunkle Kleidung getragen und einen schwarzen Handgepäckkoffer bei sich gehabt haben. Hinweise nimmt die Kripo Fürstenfeldbruck unter Telefon 08141/6120 entgegen.
Keine Beschreibung des Abholers gibt es im Puchheimer Fall. Dort wurde einer Seniorin von einem angeblichen Polizisten weisgemacht, dass ihre Adresse auf der Liste einer Einbrecherbande stehe. Zudem gebe ein Mitarbeiter in ihrer Bankfiliale persönliche Daten an Kriminelle weiter. Sie solle 15 000 Euro in bar abheben und in einen geschlossenen Kochtopf vor ihre Haustür legen, außerdem die Rollos schließen und die Wohnung nicht verlassen. Gegen 17.30 Uhr war der Kochtopf leer. Vom Abholvorgang selbst bekam die Frau nichts mit.

