Alpenstraße in Puchheim:Auftakt der Bürgerbeteiligung

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Alpenstraße in Puchheim: Mehr als 100 Bürger kommen zum Auftakt der Bürgerbeteiligung über die Neubauten an der Alpenstraße in Puchheim.

Mehr als 100 Bürger kommen zum Auftakt der Bürgerbeteiligung über die Neubauten an der Alpenstraße in Puchheim.

(Foto: Stadt Puchheim/oh)

Die Nachbarn fürchten eine massiven Bebauung. Die Bürgerinitiative fordert maximal drei Geschosse.

Von Peter Bierl, Puchheim

Der Plan der Stadt Puchheim, das freie Gelände an der Alpenstraße zu bebauen, löst Aufregung in der Nachbarschaft aus. Die Anwohner fürchten noch mehr Autoverkehr und Schatten auf ihren Gärten. Eine Bürgerinitiative fordert deshalb, die Neubauten auf drei Stockwerke zu begrenzen. Bürgermeister Norbert Seidl (SPD) möchte dort Wohnungen zu günstigen Mietpreisen in Höhe von etwa zwölf Euro pro Quadratmeter errichten lassen.

Mehr als 100 Bürger besuchten vor einigen Tagen die Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung der Stadt in der Mittelschule. Die Anwesenden informierten sich zweieinhalb Stunden zur Ausgangssituation und zum Planungsstand des unbebauten Grundstücks zwischen Alpenstraße, Zugspitzstraße und Kleinem Ascherbach. Die Fraktionen aus dem Stadtrat sowie die Bürgerinitiative Projekt Alpenstraße (BIPA) präsentierten ihre Vorstellungen.

Das Büro "Studio, Stadt und Region" stellte den Prozess der Beteiligung vor, der im Frühjahr mit einer Bürgerwerkstatt beginnen wird. Das Ziel ist nach Angaben der Stadt, die Bedürfnisse, Wünsche und Interessen der Anwohner und Bürger in die spätere Planung zu integrieren. Die Entscheidung trifft am Ende der Stadtrat.

Die Bürgerinitiative wertete den Auftakt durchaus positiv als "ein Mehr an Transparenz", bleibt aber skeptisch. "Das ist auch viel Show, die Frage ist, was am Ende dabei herauskommt", sagte Gerhard Auernhammer, einer der Sprecher. Dass die Kommune etwa 300 Menschen auf dem Grundstück ansiedeln möchte, sei "ziemlich hoch". Die Forderung einiger Parteienvertreter, dort müssten fünf Stockwerke errichtet werden, lehnt die BIPA als viel zu hoch ab. Die Aussage, man wolle Autos aus dem neuen Quartier raushalten, überzeugt nicht wirklich. "Irgendwo müssen die Autos ja bleiben", sagte Auernhammer.

Sorge machen der Bürgerinitiative auch Forderungen, die in der Veranstaltung erhoben wurden, etwa Holzbauweise oder Null-Emmissions-Standard. Das würde die Preise in die Höhe treiben, warnt Auernhammer. Die BIPA fürchtet, dass das Projekt am Ende nicht von der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, sondern von einem privaten Investor verwirklicht wird, der maximalen Gewinn herausholen will.

Die Dokumentation der Informationsveranstaltung wird ab Mitte Dezember auf der Webseite der Stadt Puchheim unter www.puchheim.de/alpenstrasse und auf der städtischen Bürgerbeteiligungsplattform www.puchheim-mitgestalten.de zu sehen sein.

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