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Projektpartnerschaft:"Unser Land" fast klimaneutral

Zum Ausgleich fördert der Verband den Waldschutz in Simbabwe

Der Verwaltungssitz und die Lager von "Unser Land" sind klimaneutral, jedenfalls auf dem Papier. Grundsätzlich sorgt die Solidargemeinschaft für Klimaschutz, weil Transportwege durch regionale Produktion, Verarbeitung und Vertrieb verkürzt werden. Es blieben allerdings noch Kohlendioxid-Emmissionen durch Energie für den Betrieb, Verpackungen, E-Commerce oder Fahrten von Mitarbeitern, die "Unser Land" gemeinsam mit der Firma Climate Partner über mehrere Monate hinweg detailliert analysierte und Lösungen erarbeitete, wie der Verband mitteilte.

"In vielen Bereichen sind wir schon sehr klimafreundliche", bilanziert Steffen Wilhelm, Geschäftsführer der "Unser Land GmbH". Das Verwaltungsgebäude wird mit Holzpellets geheizt, eine Fotovoltaikanlage liefert Strom, der Rest stammt aus erneuerbaren Energiequellen. Auch die kurzen Wege zwischen den elf Landkreisen des Netzwerks wirken sich positiv auf die Bilanz aus. Allerdings sei ein Anteil an Emissionen geblieben, der zunächst nicht vermeidbar sei.

Mithilfe von Climate Partner hat "Unser Land" einen Partner im Norden Simbabwes im südlichen Afrika gefunden, der dort den Wald schützt. Die Lage ist von Armut und Dürre geprägt, jährlich werden fast drei Prozent des Waldes abgeholzt. Das Projekt Kariba Redd fördert die Landwirtschaft und schafft Einkommen und Versorgung durch Gemüsegärten, Kleinunternehmen und Ausbildung und verfolgt ähnliche Ziele wie "Unser Land". Der Wald wird durch den nachhaltigen Anbau geschützt, den das Projekt fördert. "Unser Land" kann durch finanzielle Hilfe für Kariba Redd die übrigen Kohlendioxid-Emissionen in Esting ausgleichen.